Mostviertel

Traisen

Der Ort Traisen, zum Bezirk Lillienfeld gehörend, liegt im Mostviertel von Niederösterreich. Der Fluss und zugleich Namensgeber der Marktgemeinde Traisen im Traisental, wird aus den Quellflüssen Türnitzer Traisen und Unrechttraisen gebildet. Sie ist ein Nebenfluss der Donau im Süden Niederösterreichs. Im Ort findest du gute Einkaufsmöglichkeiten inklusive einem kleinen Bauernmarkt am Rathausplatz. Der Ort eignet sich auch sehr gut als Basis für Wander- und Radtouren. Viele gute Mostheurigen im Umkreis lassen den Tagesausklang abrunden.

26.10. bis 05.11.2017

Ankommen und den Tag nutzen

 

Der Wohnwagen unserer Tochterwurde bereits am Vorabend an den Haken gehängt. Wir frühstücken ausgiebig und gemütlich wird der Range Rover gestartet. Es ist Feiertag, mildes und sonniges Wetter und kein LKW-Verkehr. So geht es nach Traisen im Traisental. Nach 1¾ Stunden steuern wir den „Terrassen Camping Traisen“ an. Wir werden freundlich empfangen und finden einen guten Stellplatz. Schnell ist abgehängt und der WOWA auf den Stützen. Um 10.00 Uhr sind wir in den Wanderklamotten. Mit dem PKW fahren wir die 3km nach Eschenau. Hier parken wir und marschieren bei herrlichem Wetter los Richtung Kaiserkogelhütte. Immer wieder den schönen Ausblick genießend, erreichen wir die Hütte nach gut 1½ Stunden. Auch Andere nutzen den herrlichen Herbsttag zu einem Ausflug. Vor und in der Kaiserkogelhütte ist einige los. Trotzdem finden wir noch in einer gemütlichen Ecke Platz. Ein herrliches Schweinsbratl mit Knödl und Kraut, sowie Kaffee und Cremeschnitte machen den Kalorienverlust durch den Aufstieg wieder wett. Ausgeruht geht es über einen Wiesenwanderweg geht es über den Kaiserberg wieder zurück nach Eschenau zum Auto. Der Tag ist noch lang und daher wollen wir noch durch die Gegend fahren. Wir nehmen die L107 nach Tradegist. Hier halten wir uns links auf die L5217 nach Schrambach.

Wieder links weg, erreichen wir Lillienfeld und halten beim Stift. Wir besuchen die Stiftskirche. Danach geht es weiter und wir folgen der Beschilderung zum Mukenkogel. Es geht am Parkplatz der Schiliftanlage vorbei und nach 4,5km erreichen wir den Almgasthof Billensteiner. Hier kehren wir wieder ein. Auch viele Ausflügler, aber wir können uns zu anderen Gästen dazu setzen. Wir unterhalten uns recht gut mit dem holländischen Sitznachbarn und einem jungen Paar aus der Schweiz. Es wird dunkel und wir fahren zum Wohnwagen zurück. Einheizen, duschen und ab in das kuschelige Bett.

Wir treffen uns mit einem Biker-Freund

Nach einer guten Nacht gibt es ausgiebiges Frühstück. Es ist stark bewölkt und regnerisch. Ich melde mich beim Bikerkollegen Christian aus Wilhelmsburg und wir verabreden uns zum gemeinsamen Mittagessen. Vorher wird in Traisen noch unser Lebensmittelvorrat aufgebessert, dem Sportshop ein Besuch abgestattet und in der Trafik Lesestoff eingekauft. Danach treffen wir beim Gasthaus Lindenhof (Rotheau 2, 3153 Eschenau) Christian. Hier essen wir sehr gut und günstig. Anschließend fahren wir Christian nach Wilhelmsburg zurück. Beim kleinen Einkaufszentrum Ecke Lillienfelder Straße/Kreisbacher Straße besuchen wir noch die Konditorei. Anschließend bringen wir Christian nach Hause. Seine Frau Susanne ist auch schon zu Hause und wir plaudern noch etwas. Danach geht es wieder zum Campingplatz zurück. Das Eingekaufte wird verstaut und wir machen es uns im Wohnwagen gemütlich.

Zum Wallfahrtsort Mariazell

Das Wetter ist durchwachsen und das angesagte Sturmtief macht sich schön langsam bemerkbar. Daher entschließen wir uns heute zu einer Tour mit dem Auto. Wir fahren über Kirchberg an der Pielach und Frankenfels zum Hotel Winterbach. Hier essen wir gut. Danach geht es weiter nach St. Ägyd zur Süßmeisterei Mahonie. Kurz besichtigen wir dieses tolle Cafe-Restaurant. Weiter geht es nach Weißenbach zur Herzerl-Mitzi. Sie ist vor allem für ihren Weltrekord mit dem größten Lebkuchenherzen bekannt (ist im Guinness-Buch der Rekorde). Hier wird vorzüglicher Lebkuchen gebacken und damit Herzen oder Figuren ganz nach Wunsch gestaltet. Außerdem gibt es in ihrer urigen Jausenstation bodenständige Hausmannskost. Hier vertreten wir uns noch ein wenig die Beine, bevor es nach Mariazell zur Basilika geht. In diesem Wallfahrtsort besuchen wir die Kerzerl-Grotte und anschließend die Basilika selbst. Danach geht es wieder zurück nach Traisen. Der Wind wird immer böiger und rüttelt ordentlich am Wohnwagen. Dies stört aber unseren Schlaf nicht.

Ausflug nach Wildalpen

Die stürmischen Tage sind vorbei und wir machen einen Ausflug zu den Wildalpen. Über Lunz am See und Göstling an der Ybbs kommen wir beim Mendlingtal vorbei. Vor Palfau biegen wir von der B25 links in die B24 (Hochschwab Straße) ein. Bei der Wasserlochklamm machen wir kurz halt. Es ist bewreits alles geschlossen, auch die Schenke. So gehen wir nur ein Stück auf die Hängebrücke mit Blick auf die darunter fließende Salza. Knapp 11km weiter, kommen wir zum Wildwasserzentrum Wildalpen. Hier schauen wir uns, direkt an der Salza gelegen, den Campingplatz Wildalpen an. Auch dieser hat bereits geschlossen. Bin dort in den Sommermonaten mit dem Motorrad vorbei gefahren, da war der Campingplatz randvoll. Weiter geht es die Salza entlang. Links und rechts der Straße liegen noch eine große Menge stolzer Bäume herum, welche am Sturmwochenende wie Streichhölzer geknickt wurden. Richtige Schneisen wurden teilweise aus den bewaldeten Hängen gerissen. Nach 15km kommen wir zur „Presceny-Klause“. Seit jeher wurde die Holztrift auf der Salza ausgeübt. Im vergangenen Jahrhundert wurde dann die Trift durch die Flößerei (der gebundene Holztransport) abgelöst. Für die Flößerei auf der Salza war das Schwellwasser wichtig, denn ohne die künstliche Flut, welche Klaus bezeichnet wurde, kamen die Flöße nicht vorwärts. Die Prescenyklause bei Weichselboden war daher von großer Bedeutung. Wir stoppen hier für Fotoaufnahmen. Danach an Mariazell vorbei, nehmen wir für 3km kurz die B21, um dann gleich links weg Richtung Hubertussee abzubiegen. Vom Seeende haben wir dann auf der Walsterstraße nur mehr einen Kilometer bis zur „Wuchtlwirtin“. Hier ein Stopp und die herrlich flauschigen Wuchteln mit Vanillesoße (oder in jeder anderen Variante) zu verkosten, ist ein unbedingtes muss. Mit dem Personal und der Wirtin machten wir dann Sperrstunde und in finsterer Nacht geht es über Ulreichsberg und Annberg wieder zurück zum Wohnwagen.

Wandertag

Die Wolken reißen auf und die Sonne kommt hervor. Wir entschließen uns heute eine kleine Wanderung zu unternehmen. Über Lillienfeld, Freiland und Innerfahrafeld erreichen wir 23km später die Gutensteiner Alpen (Reisalpe). Am Straßenende (Langlaufloipen) parken wir und per pedes geht es den Wanderweg weiter. Gut eineinhalb Stunden geht es auf einem gepflegten Forstweg an Schneefeldern vorbei.

Kleiner und großer Wasserfall

Der Tag ist trüb, aber ohne Regen. Wir fahren nach Hofamt und die Ochsattelstraße weiter. Zwei Wasserfälle befinden sich am Fuße des Ochsensattels (Ochssattelstraße 21, 3192 Hofamt). Wir parken unser Auto und spazieren zum kleinen Schleierwasserfall, welcher von der Straße aus sichtbar ist. Zum größeren Wasserfall führt ein kurzer Weg (ca. 15 Minuten) ins Tal hinein. Ein schönes Stück Natur, das einen Besuch wert ist. Auf dem Rückweg machen wir noch einen kleinen Umweg nach Weidenau. Hier haben wir eine feine Fischzucht (Bio-Fischzucht Zöchling / Weidenau 8, 3184 Weidenaurotte, Türnitz) gefunden. Hier kaufen wir frisch gefangene Saiblinge ein. Vakuumverpackt kommen diese dann in den WOWA-Kühlschrank für zu Hause.

Spaziergang mit Susanne und Christian

Heute treffen wir uns wieder in Wilhelmsburg mit Christian und Susanne. Wir wollen gemeinsam die Ochsenburger Hütte besuchen. Wir parken das Auto unterhalb der Hütte und spazieren rund 600m hoch. An diesem herrlichen Sonnentag ist die Ochsenburger Hütte sehr gut besucht. Christian hat vorbestellt und daher wird uns ein gemütliches Platzerl zugewiesen. Wir essen sehr gut. Susanne fährt den Wagen runter in den Ort und wir wandern mit Christian zu den „Drei Galgen“. Die Richtstätte liegt auf einer Anhöhe am Wald. Vor uns stehen drei Galgen, welche fast quadratisch, knapp fünf Meter in die Höhe ragen. Die Säulen sind aus Ziegeln und Steinen gemauert und verputzt. Die Galgen standen einst unten an der Straße nach Kreisbach. Dem Abt vom Stift Lilienfeld war der ständige Anblick von baumelnden Leichen zuwider, und daher lies er um 1800 die Hinrichtungsstätte auf den Dingelberg verlegen. Mit herrlichem Blick ins Traisental und auf Wilhelmsburg wandern wir gut eine Stunde wieder gemütlich hinunter in die Stadt. Bei unserem Auto angekommen, verabschieden wir uns von Christian und wir fahren wieder zurück zum Campingplatz.

Der Muckenkogel

Der Morgen liegt leicht im Nebel. Trotzdem wollen wir eine Wanderung unternehmen. Nach dem Frühstück fahren nach Lillienfeld und biegen Richtung Muckenkogel ab. Am Parkplatz der Liftanlage vorbei, fahren wir zum Almgasthof Billensteiner. An diesem vorbei und kommen nach ca. 800m zu einem Parkplatz. Von hier weg beginnen wir unsere Wanderung. Auf einem breiten Forstweg geht zwei Kilometere hoch zur Lillienfelder Hütte (956 m Seehöhe). Wir sind durch die Nebeldecke durch und die Sonne scheint. Wir haben herrliche Fernsicht. Nach weiteren 1,3 km erreichen wir das Almgasthaus Klosteralm. Wir setzen uns auf die südseitige Terrasse mit sehr schöner Aussicht und genießen die wärmende Sonne auf 1060 m Seehöhe. Auf den Weg hierher sind die Sturmschäden der vergangenen Tage noch deutlich zu sehen. Wieder gestärkt treten wir den Rückweg an. Wir fahren wieder zurück nach Lillienfeld. Vis a vis vom Stift gehen wir noch die Konditorei und bessern, bevor es zurück zum Wohnwagen geht, unseren Kalorienbedarf mit Cappuccino und Süßem auf.

Heimreise

Nach einer erholsamen Nacht, gibt es gutes Frühstück. Die Sonntagszeitungen werden gelesen, der Campingplatz bezahlt und der Wohnwagen an den Range Rover gekuppelt. Es ist Sonntag und kein LKW-Verkehr. So kommen wir wieder zügig und wohlbehalten zu Hause an.

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TIPPS

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Terrassen Camping Traisen (Kulmhof 1, 3160 Traisen / +43 2762 62900)

Der familiär geführte Campingplatz verfügt über terrassenförmig angeordnete Stellplätze und einer zentralen Hofterrasse mit Swimming Pool, einem Café-Bistro, der Rezeption und Aufenthaltsräumen.

 

Mostheuriger

Bio-Hofladen Fam. Hollaus (Grillenberg 1, 3160Traisen / +43 2762 65341)

Der Buschenschank bietet einen gemütlichem Gästeraum und beheizten Wintergarten mit hervorragendem Essen und liegt eingebettet in herrlicher Natur am Grillenberg. Dazu findest du im Bio-Hofladen Hervorragendes für deine Gaumenfreuden zum Mitnehmen.

 

Sport 2000

Strametz (Mariazellerstraße 45, 3160 Traisen / Tel. +43 2762 63943)

Rad- und Sportshop Strametz bietet gut sortiertes Sortiment mit interessanten Serviceangeboten rund um Sommer- und Wintersport. Hier wirst du auch sehr gut beraten.

 

Bio-Fischzucht Zöchling (Weidenau 8, 3184 Weidenaurotte, Türnitz /+43 2769 88075)

Die Fische werden jeweils an Donnerstagen gefangen und verarbeitet. Daher bis Mittwoch bestellen und Freitag, Samstag oder Sonntag abholen.

 

Ochsenburger Hütte (Kreisbachtal 15, 3150 Wilhelmsburg / Tel. +43 2746 8328)

Die 1932 erbaute Ochsenburger Hütte der Naturfreunde St. Georgen-Ochsenburg auf der Rudolfshöhe in Wilhelmsburg ist ein beliebtes Ziel für Wanderer und Mountainbiker. Die Hütte wurde im Sommer 2016 generalsaniert. Die gemütliche Atmosphäre mit herrlicher Aussicht laden zum Verweilen ein. Traditionelle österreichische Speisen, Hüttenschmankerl, regionale Produkte, sowie vegetarische und vegane Speisen, hausgemachte Mehlspeisen und eine Raritätenweinkarte warten auf die Gäste. Für Mountainbiker gibt es einen Stützpunkt mit Servicestelle und eine Elektrotankstelle für E-Bikes.

 

Almgasthof Billensteiner (Kolmstraße 2, 3180 Lilienfeld / Tel. 0664/5358965)

Hervorragendes Essen, gemütliche Atmosphäre, neu überdachte Terrasse

 

Almgasthaus Klosteralm (Klosteralm 6, 3180 Lilienfeld / Tel. +43 2762 53575)

Einfache gemütliche Hütte mit Terrasse am Muckenkogel und gutem Essen, welche ideal neben einem Rundwanderweg liegt.

 

Der Muckenkogel (1248m Seehöhe)

Der Muckenkogel, einst Heimat von Skipionier Zdarsky, hat sich in den letzten Jahren wieder zum winterlichen Treffpunkt für zahlreiche Skitourengeher entwickelt. Die übrigen Jahreszeiten laden zu ausgedehnten Wanderungen ein. Wenn im Traisental dichter Nebel liegt, scheint oben meist die Sonne. Die weitläufigen, zum Kloster gehörenden Almen hoch über Lilienfeld werden oft zum Sonnendach über der Bezirksstadt. An Wochenenden können diese auch mit dem Sessellift leicht erklommen werden. Am Berg laden insgesamt fünf Hütten oder Gastronomiebetriebe zum Einkehren ein.

 

Stift Lillienfeld (Zisterzienserstift)