Mühlviertel-Tour

Auf der Suche nach Motorradtouren in Oberösterreich, stoße ich auf die „Mühlviertler Highlandtour“, welche eine 310km lange Rundtour ist. Somit stand rasch fest, dass wir für

sechs Tage dieses Hochland durchfahren wollen.

Das Mühlviertel, welches zwischen der Donau im Süden und dem Böhmerwald im Norden liegt, ist aus Granit und ein Land mit starkem Charakter. Es gehört zum Granit- und Gneishochland. Nach dem Traunviertel, ist es von den vier „Vierteln“ Oberösterreichs das zweitgrößte Viertel von Oberösterreich.

Das Mühlviertel hat seinen Namen von den Flüssen Große Mühl, Kleine Mühl und Steinerne Mühl, die es durchfließen. Es grenzt im Westen an Bayern, im Norden an Südböhmen und

im Osten und Südosten an Niederösterreich. Der höchste Berg ist der Plöckenstein mit 1.378 Metern im österreichischen Böhmerwald am Dreiländereck. Hier im Norden Oberösterreichs hat dieser einzigartige Landstrich die herzlichen Leute und ihre bodenständige Kultur geformt, welche wir hautnah erleben durften. Typische Bauernhöfe, imposante Burgen und Schlösser findest du hier und laden uns zu spannenden Entdeckungsreisen auf kurvenreichen Straßen ein. Von jedem Hügel hast du freien Blick in eine große Weite.

Es ist eine kraftvolle Region, die dich den Alltag rasch vergessen lässt und dich spontan entschleunigt. Also ein idealer Platz um deinen inneren Akku wieder aufzuladen.

11.08.2017

 

Für sechs Tage soll es nach Oberösterreich ins Mühlviertel gehen. Diesmal werden wir Zelt und Campingausrüstung mit dabei haben. Am Vorabend verpacke ich alles in die Koffer und der wasserdichte Rucksack mit Zelt und Matten, kommt auf die KTM.

 

Die GPS-Daten der Highlandtour sind auf das Navi geladen, denn wir wollen diese Route größtenteils nachfahren. Aber auch individuelle Touren vor Ort wollen wir fahren.

Der Morgen ist stark bewölkt und es hat 16°C. Um 09.00 Uhr starten wir unsere vollbepackte Adventure und es geht vorerst auf der Autobahn über Stockerau flott bis Krems. Bald wird es gewittrig und bei starkem Regen geht es die B37 hoch nach Rastenfeld ins Waldviertel. Auf der B38 schließen sich wieder die Himmelsschleußen. Nach der Brücke über den Ottensteiner Stausee machen wir einen kurzen Fotostop. Weiter geht es nach Zwettl und von hier nehmen wir die L71 und L72 bis nach Steinbach. Wir biegen links weg auf die B41 und erreichen über Bad Großpertholz dann Karlstift. Nach weiteren 4,3km biegen wir links auf den Güterweg Gugu ein und kommen über die L1444 nach Liebenau.

Hier steuern wir das Hotel und Restaurant Rockenschaub an. In der gemütlichen Stube werden wir freundlich empfangen. Wir sitzen gerade beim Essen, als wieder ein Gewitter aufzieht. Der Chef des Hauses lässt mir meine Kati in die Garage stellen, da Hagel angesagt

wird. Kaum habe ich mein Motorrad sicher unter Dach gebracht, beginnt bereits der Donner und es zieht ein kräftiges Hagelgewitter drüber. Wir essen weiter und warten das Wetter ab. Nach gut eineinhalb Stunden ist der Zauber vorbei und wir starten unsere KTM. Ab jetzt wollen wir uns in etwa nach der "Highlandtour" orientieren.

Es geht die L1444 nochmals zurück und fahren die B38 über Sandl nach Freistadt. Durch die Stadt und auf der B38 geht es weiter und wir erreichen Bad Leonfelden. Hier biegen wir kurz links zum Lebzelter-Cafe Kastner weg und fahren anschließend ebenfalls kurz zum Falkensteiner Hotel hoch. In Folge bleiben wir auf der B38 und kommen nach Vorderweißenbach. Jetzt geht es links weg auf die L1491 und wir erreichen Helfenberg. Wieder stoßen wir auf der B38 und kommen nach Haslach an der Mühl. Anschließend folgen wir für knapp 3km der Großen Mühl und nehmen dann links weg die Abzweigung nach Haslach Mühl Bahnhof und folgen der Großen Mühl für gut 5km weiter bis zum Kraftwerk Iglmühle. Es geht rechts über die Wehr der Iglmühle auf die L1526. Nach 2,2km links weg, folgen wir der Beschilderung „Camping Mühlviertelblick“ nach Hengstschlag. Um 15.36 Uhr checken wir am Bauernhof der Familie Lindorfer ein. Auf der Campingwiese hinter dem Hof ist schnell ein geeigneter Platz für unser Zelt gefunden. Keine 30 Minuten und die Bleibe ist aufgebaut und eingerichtet. Meine KTM darf ich in den daneben stehenden Stadl abstellen. Danach wird schön heiß geduscht und anschließend marschieren wir 1,5km nach Etzerreit ins Dorfwirtshaus zum Abendessen. Danach geht es zurück zum Campingplatz. Im Zelt machen wir es uns im Schlafsack gemütlich. Es beginnt wieder leicht zu regnen. Das rhythmische Trommel der Tropfen auf die Außenplane lassen uns bald die Augen zufallen.

 

Gefahren 289km

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12.08.2017

 

Die Nacht war angenehm, aber etwas frisch. Am Morgen ist es relativ stark bewölkt und es hat um die 12°C. Um 08.00 Uhr gehen wir in das Bauernhaus frühstücken. Guter Kaffee, ein kernweiches Ei, Wurst, Käse, selbstgemachtes Brot und Marmelade lassen die Lebensgeister wieder flott erwachen.

Danach schlüpfen wir in unsere Rukka-Dress und um 09.30 Uhr sitzen wir im Mopedsattel. Heute wollen wir durch das obere Mühlviertel touren. Über Rohrbach-Berg geht es über Haslach, Lichtenau und St. Oswald nach Aigen-Schlägl. Kurvenreich fahren wir weiter einen Bogen über Ulrichsberg, Stangl und Hochkraml hinunter nach Oberkappel. Danach kommen wir auf der L584 nach Hofkirchen im Mühlkreis. Über die L587 fahrenen wir an die Donau runter und überqueren diese kurz. Wieder über die Brücke zurück, geht es über Niederranna die L1511 schön kurvig hoch bis zum Donaublick Penzenstein. Hier finden wir ein gemütliches Plätzchen im Wald mit tollem Ausblick ins Donautal. Wir verweilen kurz. Danach geht es einen Kilometer zurück nach Pühret und kehren im Hotel Weiss ein. Im Restaurant gibt es gute Mühlviertler Schmankerl. Wieder gestärkt fahren wir über Großmollsberg und Haitzendorf nach Neustift im Mühlkreis. In Neustift selbst biegen wir scharf rechts weg auf die L1541 und kommen nochmals runter zum Donaufluss. Weiter auf der L1534 kommen wir über ein beeindruckendes Kurvengemenge zur Burg Marsbach. Davor steht die Johannes-Nepomuk Kapelle. Hier halten wir  für einen Fotostop. Anschließend geht es nach Wiesen hoch. Wir biegen scharf rechts auf der L1533 ein. Über Niederkappel geht es dann noch einmal runter zur Donau. Beim Donauparadies Gasthof Gierlinger genießen wir den Blick auf den großen Strom, in welchem hier die kleine Mühl einmündet. Danach geht es die L585 weiter. Wir kommen in die Marktgemeinde Altenfelden. Über die B127 fahren wir weiter nach Arnreit und von hier dann Richtung Hengstschlag und sind am späten Nachmittag wieder bei unserem Zelt am Campingplatz.

Meine KTM im Stadl eingeparkt, gehen es anschließend wieder unter die Dusche und danach marschieren wir nochmals runter zum Dorfwirtshaus in Etzerreit. Um 21.00 Uhr kriechen wir in unsere Schlafsäcke.

Gefahren 143km

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13.08.2017

 

Auch heute in der Nacht wurde es bei 6°C wieder relativ frisch. Trotzdem haben wir gut geschlafen. Um 08.00 Uhr geht es wieder zum Frühstück. Anschließend bezahle ich für die zwei Nächte mit Frühstück am Campingplatz, denn heute wollen wir uns weiter östlich eine neue Bleibe suchen. Wieder beim Zelt, wird alles verpackt, das Zelt abgebaut und um 10.00 Uhr starten wir unser Motorrad.

Ich orientiere mich wieder an der Streckenführung der Highlandtour. So geht es hoch nach Rohrbach und weiter nach Peilstein im Mühlviertel. Nach einem großen Bogen geht es hinunter nach Kollerschlag und anschließend an der Bayrischen Grenze entlang bis Oberkappel. Weiter über Neustift kommen wir zum Pumpspeicherkraftwerk Ranna. Wir überfahren die Staumauer und finden linker Hand einen kleinen Parkplatz, auf welchem bereits eine Motorradgruppe aus Deutschland ihre BMWs abgestellt hat. Meinen Kürbis parke ich dazwischen, denn Mut kann man ja schließlich nicht kaufen ;-)!

Wir schauen uns die Rannatalsperre, sowie die vier Meter hohe Christopherus-Statue im Felsen an und schießen einige Fotos.

Wir steigen wieder auf unsere KTM. Zwischenzeitlich ist die deutsche Motorradgruppe abgefahren – später werden wir diese nochmals treffen.

Es geht weiter und wenig später stoßen wir auf die L584. Kurvenreicher Straßenverlauf lässt unseren V2 ordentlich schnurren und wir kommen über Hofkirchen nach knapp 26km nach Neufelden, wo wir die Große Mühl überqueren. Über die L1518 stoßen wir auf die B127. Auf dieser bleiben wir knapp 9km und biegen dann links weg auf die L1511. Diese bringt uns nach St. Veith im Mühlkreis. Anschließend ie L581 weiter, kommen wir nach Waxenberg. Von der kurvigen Straße aus, hat man einen guten Blick auf das imposante Schloss. Wir halten uns jedoch nicht auf, denn der Kurvenrausch hält den Puls konstant hoch. Daher bolzen wir auf der L1494 rauf und erreichen Zwettl an der Rodl. Weiter geht es die L1496. Danach auf der L1505 kommen wir über Eidenberg nach Auberg. Hier biegen wir in die Almstraße ein, welche zur Eidenberger Alm führt. Kaum die KTM eingeparkt, biegt auch wieder die bayrische Motorradgruppe mit ihren BMWs ein. Die Eidenberger Alm ist ein Hotel- und Restaurantbetrieb. Hier wollen wir essen. Es ist viel Andrang und alle Tische belegt. Wir können uns jedoch zu zwei Damen an einem größeren Tisch in der „Tiroler Alm“ dazu setzen. Wir essen ausgiebig und gut.

Danach geht es wieder die Almstraße runter und auf der L1500 kommen wir über Kirchschlag bei Linz nach Hellmonsödt. Wir durchfahren die kleine Marktgemeinde und über die L1498 und L1489 schlängeln wir uns zur Böhmerwaldstraße B38 hoch. So kommen wir nach Freistadt.

Da wir die Stadt von früheren Aufenthalten bereits kennen, durchfahren wir die Stadt nur und die L1480 bringt uns nach Windhag. Hier biegen wir links weg Richtung Pieberschlag und kommen nach 1,2km zum Wettershuttle. Dieses bewegliche Monument steht genau auf der Europäischen Wasserscheide. Das Objekt wurde vom Bildhauer Gerhard Eilmsteiner errichtet. Das Wettershuttle ist mehr als 5 Meter lang und hat ein Gewicht von über 4,5 Tonnen. Auf dem eisernen Waagebalken sind zwei, jeweils 170 Liter fassende Granitschalen. Wenn eine dieser Schalen sich mit Regenwasser füllt, setzt sich die Maschine in Bewegung und überquert die Wasserscheide. Am anderen Ende angekommen, wird die Schale ausgekippt und die zweite Schale richtet sich wieder auf.

Es geht auf schön geschwungenen Güterwegstraßen weiter, bis wir auf die L1444 kommen. Wir halten uns links weg und erreichen nach 11,5km Liebenau. Beim Hotel und Restaurant Rockenschaub biegen wir wieder ein. Eigentlich wollen wir hier für die nächsten drei Nächte einchecken. Leider sind alle Zimmer belegt und so fahren wir 15km nach Unterweißenbach. Hier frage ich im Hotel Fürst nach einem Doppelzimmer – auch voll belegt. Na ja, es ist verlängertes Wochenende, das Wetter ist schön und die Menschen treibt es nach draußen. Jetzt suche ich über mein Navi im näheren Umkreis weitere mögliche Unterkünfte. In Bad Zell werde ich fündig. Ich rufe im Hotel Lebensquell an und das Glück ist uns hold. Eine Suite ist noch frei. Wir fahren die 21km nach Bad Zell und checken im Hotel Lebensquell ein. Wir bekommen ein riesiges Zimmer mit Balkon und herrlichem Panoramablick durch zwei Glasfronten. Das Motorrad wird sicher in der Hotelgarage abgestellt. Danach geht es unter die Dusche. Anschließend marschieren wir noch in den Ort und um 19.30Uhr sitzen wir beim fünfgängigen Abendmenü. Abschließend gönnen wir uns noch ein gutes kellertrübes Bier. Um 22.00 Uhr fallen wir in die gemütlichen Betten.

 

Gefahren 256km

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14.08.2017

 

Nach einer hervorragenden Nacht gehen wir um 08.00 Uhr zum Frühstücksbuffet. Reichliche Auswahl an vitalen Angeboten und heißer Kaffee, lassen bald die Lebensgeister voll erwachen. Das Wetter verspricht viel Sonne und angenehme Temperaturen bis 26°C. Also rein in die Motorradklamotten und rauf auf die KTM.

Wir wollen zum Lipno—Staussee nach Tschechien. Das Navi ist auf kurvenreich eingestellt, das Ziel wird gewählt und der V2 gibt über die Akra-Anlage sonore Melodien.

Es geht raus aus Bad Zell auf die L1454. In weiten Kurven schwingen wir uns weiter auf der L1456 und L1415. Nach einer Spitzkehre geht es auf der L1472 nach Gutau hinein. Die L1474 bringt uns weiter nach Kefermarkt. Nach etwa 3,5km, biegen wir links auf die B125. Nicht weit, halten wir uns rechts auf die L1467 und keine 700m weiter geht es ebenfalls rechts in den Güterweg Zissingdorf. Auf dem anschließenden Güterweg Zeiss und Unterhirschgraben kommen wir nach Hirschbach im Mühlkreis. Kurzer Stop beim Bauernmöbelmuseum, welches in einem typisch Mühlviertler Bauernhaus untergebracht ist. Weiter durch den Ort und wir folgen der L1499, bis wir nach 6,7km auf die B3 stoßen. Wir kommen nach Bad Leonfelden. In der Stadt halten wir uns rechts und biegen in die B126 ein. Nach 5km überqueren wir die Grenze nach Tschechien und auf der 161er fahren wir nach Vyšší Brod hoch. 9km weiter auf der 163er, erreichen wir den Lipno Stausee. Hier wimmelt es nur so von Touristen und Tagesausflüglern. Wir fahren über die Staumauer und parken 1,8km weiter am rechten Uferrand. Hier ist es etwas ruhiger und wir genießen den Ausblick auf den Staussee und machen einige Fotos.

Der Lipno liegt an der Grenze des Nationalparks Šumava. Der Stausee, welcher von 1952-1959 entstand, liegt auf einer Seehöhe von 726m. Er sollte die Zerstörungskraft des Flusses bändigen und gleichzeitig wollte man sich die Wasserkraft zu Nutze machen. Seine Staumauer ist 42m hoch und 282m lang. Der See selbst ist bis zu 20m tief und, das durch den Torf angesäuerte Wasser mit seiner charakteristisch bräunlichen Färbung, hat eine sehr gute Wasserqualität.

Anschließend fahren wir wieder zurück nach Vyšší Brod und schauen dem bunten Treiben der Kanu- und Schlauchbootfahrer zu. Danach besichtigen wir die vis a vis stehende Zisterzienserabtei Vyšší Brod.

Anschließend fahren wir nochmals Richtung Stausee zurück und halten uns bei der Staumauer jedoch jetzt links Richtung Guglwald. Nach 18,4km erreichen wir die Grenze und durchfahren Guglwald. Nach 800m biegen wir links weg und nach weiteren 800m erreichen wir das Mahnmal Eiserner Vorhang.

Kürbis trifft Kürbis – wir parken unsere Kati neben einer großen Kürbispflanze auf einem Misthaufen.

Wenige Schritte führen zum Mahnmal, welches 10 Jahre nach dem Fall des „Eisernen Vorhanges” (1999) neben dem Nordwaldkammweg am Grenzübergang Guglwald errichtet wurden. Ein Teil des Stacheldrahtzaunes wurde wieder errichtet und sieben Schautafeln befassen sich mit diesem dunklen Teil der europäischen Geschichte.

Wir sitzen wieder auf und über die L1544 kommen wir runter zur B38, welche uns nach Vorderweißenbach bringt. Von hier weiter, nehmen wir die L1491 und in Folge bringt uns die L1490 nach Bad Leonfelden. Danach geht es wieder über Hirschbach im Mühlkreis zurück ins Hotel Lebenquell, wo wir um 14.00 Uhr aus der Motorraddress steigen.

Es geht ab unter die Dusche, rein in den Bademantel und ab in den Wellnessbereich. Ein wenig schwimmen, ein guter Aufguss in der „Bärensauna“, ein nettes Plauscherl im Relaxgarten und ein kühles Blondes dazu.

Besser lässt sich kaum eine tolle Motorradtour abschließen!

Gefahren 170km

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15.08.2017

 

Die Sonne lacht durch das Fenster und der Tag verspricht schön zu werden. Heute wollen wir einfach nur durch die Gegend fahren.

Um 10.00 Uhr holen wir meine Kati aus der Hotelgarage und los geht es. Aus Bad Zell raus, erreichen wir nach 3,6km die Naarntalstraße (L572). Es geht die Naarn entlang. Auf der B124 kommen wir nach Pierbach. Weiter in Mönchbach halten wir uns halb links und bleiben auf der B124.

Nach 13,4km geht es scharf links weg zur Moser Alm. Die Alm liegt auf einer schönen Anhöhe umgeben von Wald und Wiesen. Zum Essen ist es für uns leider zu früh, daher kehren wir nicht, sondern fahren weiter. Es geht wieder zurück nach Mönchdorf und von hier geht es die L573 entlang. Wir kommen nach Bad Kreuzen und weiter nach Grein an der Donau. An der Cafe-Konditorei Schörgi vorbei (total zugeparkt von Mopeds), biegen wir in die B119 ein. Berühmt-berüchtigt, aber leider mit einer 70er-Beschränkung nur für Motorräder, fahren wir in das Kurvenpotpourri ein. Einmal eingeschwungen, irgendwo nur mehr zwischen dritten und vierten Gang, signiere ich die eine oder andere Kurve mit meinen Fußrasten. Bei dem fast 20km voll genießendem Fahrerlebnis, bleibt keine Zeit für Fotostopps. Nach St. Georgen in Linden, halten wir uns halb links und auf der B119a kommen wir nach Königswiesen. Von hier weiter auf der B124, erreichen wir Arbesbach. Hier steuern wir den Badeteich für eine Pause an. Im Schatten der Bäume kann der Adrenalinspiegel wieder auf einen akzeptablen Wert sinken. Wir naschen von den am Waldrand wachsenden Brombeeren und genießen die entspannte Stimmung am See.

So, genug entspannt. Jetzt geht es auf der L7317 weiter. Bei Komau kommen wir auf die L1443 und erreichen das Tanner Moor, wo wir links weg zum Rubener Teich abbiegen. Hier wird die Flüssigkeitsbilanz ausgeglichen und unterhalten uns recht gut mit einigen Gästen. Wieder im Sattel, geht es dann flott, mit einem kleinen Abstecher nach Dauerbach, zurück in unser Hotel.

Gefahren 169km

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16.08.2017

 

Ja, heute heißt es Abschied nehmen!

Wir packen unsere Habseligkeiten zusammen und gehen anschließend zum Frühstück. Danach im Zimmer, steigen wir in unsere Motorradkluft und verstauen alles an der KTM. Zurück zur Rezeption und die Rechnung wird beglichen.

Um 09.14 Uhr sitzen wir im Sattel und es geht raus aus der Garage. Auf der Königswiesner Bundesstraße fahren wir bis Pierbach. Hier biegen wir links weg in das Naarntal und für 4,5km begleitet uns die Große Naarn. Dann linkshaltend geht es hoch bis Königswiesen. Hier stoßen wir auf die B124 und folgen dieser über Arbesbach und Rappottenstein bis Ritterkamp. Hier rechtshaltend, biegen wir auf die L77 ein fahren und erreichen nach 6,3km die B36. Wir biegen rechts ein und kommen über Grafenschlag nach Lugendorf und halten uns wieder links auf die L76. Grainbrunn, Allentgschwendt und Brunn am Wald durchfahren wir. Weiter geht es Richtung Gföhl. Auf der Gföhler Straße schwingen wir bis Thunau am Kamp. Hier wird die KTM beim Sport- und Erlebnisbad eingeparkt. Wir dürfen Eintrittsfrei das Badegelände betreten und setzen uns auf die Terrasse des Restaurants. Das Garser Erlebnisbad, welches direkt am Kamp angelegt ist, verfügt über ein großes Sportbecken, ein Erlebnisbecken und ein Kinderbecken. Das Sportbecken ist mit einem Areal für Springer, „Wasserwhirlliege“ und Luftsprudel ausgestattet, das Erlebnisbecken mit Buchten, Luftsprudel, Strömungskanal, Massagedüsen, Wasserspeiern und mit einer 58 m langen Rutsche. Bei Kaffee und Wasser beobachten wir das Treiben der Gäste.

Eine dreiviertel Stunde später geht es weiter. Wir überfahren den Kamp und kommen nach Maria Dreieichen. Auf der B2 bringt uns über Eggenburg nach Schöngrabern. Wir verlassen die B2 und über Aspersdorf und Enzersdorf im Thale kommen wir nach Klement. Wieder im Heimatrevier, schauen wir noch bei Schwager und Schwägerin in Pürstendorf auf einen Kaffee vorbei. Danach nehmen wir die letzten 13km unter die Räder und biegen zu Hause ein.

Gefahren 198km

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Insgesamt gefahren sind wir 1225km

Resümee

Keine Frage, die Region Mühlviertel hat es in sich. Das raue Land prägt die Menschen, ihr Leben, ihre Traditionen. Es macht die Hügel und Täler zu einem herausfordernden Sportrevier und du findest immer wieder unerwarteten Freiraum, wo dein Bike auf griffigem Asphalt magisch von den Kurven angezogen wird. Die weite Landschaft verfügt über unzählige Kraftplätze in der freien Natur zum auftanken deiner Energiereserven. Vorbei an moosbewachsenen Granitblöcken, entlang von malerischen Flussläufen oder inmitten von dichten Wäldern – hier findest du Ruhe zum Durchatmen die dem Alltag das Tempo nimmt.

Wer die Mühlviertler Highlandtour als Ganzes fahren möchte:

 

Start & Ziel: 4252 Liebenau

Länge: 310 Kilometer

Höhenmeter (aufwärts): 6745m

Höhenmeter (abwärts): 6748m

Niedrigster Punkt: 267m

Höchster Punkt: 1044m

tolles Panorama

 

Sehr hügelige und kurvenreiche Tour rund um das wenig befahrene Mühlviertel. Höhepunkt ist das Auf und Ab im Donautal. Ein Highlight der Tour sind die letzten 30 km von Kefermarkt bis Liebenau, die mit steilen Kurven bergauf und bergab bis auf das 1000 Meter gelegene Liebenau führen.

 

Route:

Liebenau – Sandl – Windhaag b. Freistadt (Wettershuttle) – Kerschbaum (Pferdeeisenbahn) – Rainbach – Summerau – Reichenthal – Bad Leonfelden – Vorderweißenbach – Guglwald – Afiesl – St. Stefan (Aviva Alm) – Haslach a.d. Mühl – Aigen/Schlägl – Ulrichsberg (Moldaublick / Inn’s Holz) – Julbach – Nebelstein – Kollerschlag – Oberkappel – Ri Hofkirchen Krzg Rannastausee – Neustift – Niederranna – Marsbach – Niederkappel – Obermühl – Untermühl – St. Martin – Oberlandshaag – Bad Mühllacken (Schlagerwirt) – Lacken – Herzogsdorf – St. Veit – Waxenberg – Oberneukirchen – Zwettl – Eidenberg (Eidenberger Alm) – Hellmonsödt – Reichenau – Ottenschlag – Stiftung – Lamm – Lest – Kefermarkt (Schloß Weinberg mit Gasthausbrauerei) - Gutau – St. Leonhard – Weitersfelden - Liebenau

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