Picknick im Waldviertel

29.07.2017

schattiges Platzerl am Brühlsee
schattiges Platzerl am Brühlsee

Sonniger Morgen, kein Wind und die Temperaturprognosen nur bis knapp 25°C. Also dieser Samstag verspricht ein idealer Bikertag zu werden.

Die Kühltasche wird mit selbstgemachten Broten und Getränken bepackt. Tomaten, Gurken und Paprika kommen aus dem eigenen Garten dazu und eine große Decke findet auch noch Platz. Alles kommt ins Topcase und um 07.30 Uhr wird der V2 gestartet.

Über die L35 und L20 geht es über Asparn a.d. Zaya, Stronegg/Stronsdorf und Mailberg Richtung Großkadolz. An der B45 geht es dann links weg nach Retz. Von hier kommen wir zügig nach Hardegg und weiter über Riegersburg führt uns die Strecke nach Drosendorf. An dem Schloss von Raabs an der Thaya geht es vorbei und wir kommen nach Karlstein. Vor der Burg biegen wir nochmals links weg kommen wir nach Thaya. Bevor wir den Thayafluss überqueren, schauen wir rechts weg auf den Sportplatz, denn hier befindet sich ein kleiner Campingplatz direkt am Fluss. Diesen begutachten wir kurz, ob dieser Platz eventuell mal als Stopp mit dem Wohnmobil OK wäre (klein und einfach - aber gutes Basislager für den neu errichteten Radweg „Thayarunde-Radweg“, denn dieser verläuft großteils auf den ehemaligen Bahntrassen Waidhofen-Slavonice und Göpfritz-Raabs / 96km bei 473Hm – also auch ideal für Familien).

Wieder zurück auf die Straße und über die Thaya machen wir wenige hundert Meter weiter im Ort Thaya bei der „Bäckerei Kasses“ halt. Verlockend der Duft von frischem Brot und Gebäck, setzen wir uns in den kleinen Cafe-Bereich. Zu einem hervorragenden Cappuccino gibt es frische Mohnzelten und eine Topfengolatsche. Danach kaufen wir noch frisches Brot für zu Hause und es geht wieder auf die KTM.

Wir umfahren Waidhofen an der Thaya auf der B36. Bei Kainraths biegen wir scharf links weg auf einen asphaltierten Güterweg, bis wir auf die L8116 stoßen. Dann wieder kurz links und nach 300m scharf rechts weg, kommen wir auf die L8107. Nach weiteren 2,4km biegen wir rechts weg nach Markl auf die L67 und fahren nach Schwarzenau bis zum Schloss. Das Schloss Schwarzenau ist ein Renaissanceschloss und liegt inmitten des Ortes umgeben von einem Park. Laut Auskunft des Wirtes von vis a vis, kann es nur bei angemeldeten Führungen besichtigt werden. Laut NÖN-Bericht soll seit längerem der Verkauf des Schlosses diskutiert werden. So begnügen wir uns mit der Außenansicht. Danach suchen wir unseren Picknickplatz auf. Wir fahren wieder 300m zurück und biegen links weg zum Brühlteich und finden nach weiteren 400m ein schattiges Platzer mit Bank und Tisch direkt am Badesee.

Das idyllische Waldbad wird als Bade- und Fischgewässer genutzt. Der Eintritt zum Badeteich ist frei. 1989 erhielt das damals neugebaute Badehaus aus Holz die "Goldene Kelle" vom Land NÖ. In den Jahren 1995/96 wurde rund um den Teich ein Skulpturenpark aus Waldviertler Granit errichtet. Wir waren vergangenes Jahr schon mal mit den Mountainbikes hier. Daher kennen wir das Areal und packen gleich mal gemütlich das Mitgebrachte aus. Hunger und Durst wird gestillt und Ruhe und Idylle am See genossen. Um 14.00 Uhr beginnt in der Regel der Badebetrieb. Bis dahin wollen wir schon wieder on tour sein.

Auch die Kati hat sich unter dem schattigen Baum abgekühlt und freut sich auf die Weiterfahrt. Es geht nach Zwettl. Wir durchfahren die Stadt und biegen links weg auf die B36. Nach gut 2km halten wir uns gleich wieder links und biegen in die L8267 ein. Wir fahren knapp 3km am Waldrand entlang, bis vor uns ein riesiges Hopfenfeld auftaucht. Sofort kommen Erinnerungen an das gute Zwettler Bier auf.

Über Großgöttfritz und Kleinweißenbach kommen wir nach Kamles. Hier wollen wir uns den „Waldviertler Kinderbauernhof“ mit Campingplatz ansehen – vielleicht wäre das mal etwas für einen Kurzurlaub mit unseren Enkerln. Na ja, der Platz ist schon etwas rustikal.

Daher geht es wieder 1,3km zurück und wir biegen rechts weg auf die L8262 Richtung Waldhausen. Nach 2,8km biegen wir nochmals links weg und halten uns Richtung Ottensteiner Stausee. Wir kommen durch Friedersbach, wo wir uns die romanische Anlage der Pfarrkirche mit den gotischen Umbauten ansehen. Ursprünglich als Wehrkirche angelegt, findest du noch die ehemalige Wehrmauer aus Bruchstein, welche die Kirche, den gotischen Karner und den Friedhof mit seinen vielen schmiedeeisernen Kreuzen, umgibt. Im Inneren der Kirche gefällt uns das markante Netzrippengewölbe und das Kreuzgewölbe. 

Danach erreichen wir Rastenfeld. Hier biegen wir dann links weg auf die B38, welche uns kurvige 2,3km runter bis zur Staumauer bringt. Jetzt zeigt sich der Kamp wieder als ein kleines Flüsschen. Bevor wir jedoch den Kamp überqueren, biegen wir rechts in die L7051 ein und begleiten den Fluss 7,8km, vorbei an der Ruine Dobra, bis zur Dobrasperre.

Es geht weiter nach Krumau, wo sich der Kamp nochmals aufstaut. Hier fahren wir rechts weg auf die L8088 und in Folge auf die B32 nach Thurnberg. Vor der Brücke in den Ort, geht es scharf links weg in die Seestraße und nach 700m stoppen wir auf dem Parkplatz vor der Thurnberger Staumauer. Hier finden wir wieder eine schattige Wiese und wir breiten unsere Picknickdecke für eine Rast unter Bäumen aus. Während sich einige Gäste im kalten Nass des Stausees abkühlen, frönen wir einem kleinen Nickerchen.

Nach eineinhalb Stunden packen wir wieder zusammen, verstauen alles im Topcase und es geht weiter auf kurvigen vierstelligen Landstraßen.

Über Reinprechtspölla kommen wir durch Eggenburg und steuern nach 69km Grund (ca. 9km nördlich von Hollabrunn) an. Hier geht es in der Kellertrift zum Heurigenlokal Loiskandl. Bei gutem Traubensaft (unvergoren natürlich), deftigen Eiernockerln und überbackenem Bauernbrot, lassen wir die Tagestour gemütlich ausklingen.

Die letzten 53km auf kleinen Landstraßen und durch den Ernstbrunner Wald, bringen uns wieder wohlbehalten nach Hause.

(356km)

MRT_20170729_Waldviertel.gpx
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