Mühlviertel

Sechstagestour mit meinem Schwager von 29.05. bis 03.06.2022

 

29.05.2022 - Anreise

260 km
260 km

Am Vortag wird gepackt und die Koffer kommen auf das Motorrad. Um 06.00 Uhr ist Tagwache und um 08.00 Uhr geht es los auf die Autobahn. 95km weiter, parken wir uns um 09.00 Uhr in Langenlois am Billa Parkplatz ein. Wenig später stoßen auch Michael und Annemarie mit ihrer neuen Honda NT 1100 zu uns. Nach einem Plauscherl und einer kurzen Wegbesprechung, steigen wir wieder auf unsere Motorräder. Wir nehmen die Weinstraße von Langenlois raus und fahren über Gföhl nach Arbesbach. Der Himmel ist wolkenverhangen und die Temperatur geht von ursprünglich 16°C auf neun Grad runter. Die Sitz- und Griffheizung machen die Fahrt jedoch angenehm. Wir erreichen das Mühlviertel und finden in Weitersfelden den Gasthof zur Post. Es ist bereits 11.00 Uhr und Hunger macht sich bemerkbar. Daher kehren wir in das urige Wirtshaus ein. Freundlich und unterhaltsam werden wir empfangen und bekommen einen Tisch zugewiesen. Die Küche ist bereits offen und daher lassen Hilde und ich uns einen herrlichen Kalbsbraten bringen. Annemarie bevorzugt die köstlichen Gemüselaibchen und Michael ordert das obligatorische Schnitzerl. Nach dem Kaffee und einer Kardinalschnitte steigen wir wieder gestärkt auf unsere Motorräder. Zwischenzeitlich hat es zu regnen begonnen, welcher sich aber nach knapp 20 Minuten wieder auflöst. Kurz vor 14.00 Uhr erreichen wir unser Quartier in Uttendorf, den Ferienhof Neundlinger. Hier werden wir herzlich willkommen geheißen und bekommen die Zimmer zugewiesen. Danach stellen wir unsere Mopeds in die Garage, packen die Koffertaschen aus und beziehen unsere gemütlichen Zimmer. Anschließend bekommen wir im Frühstücksraum Kaffee und unterhalten uns mit den netten Gastgebern. 

Nachdem wir fertig eingerichtet sind, holen wir noch einmal unsere Mopeds aus der Garage und fahren zur nahegelegenen Jausenstation Hansberg in Allersdorf. In der urigen Stube finden wir Platz. Die belegten Brote und der Flammkuchen schmecken hervorragend. 

Gegen 18.00 Uhr stehen unsere Motoräder wieder in der Garage, danach geht es unter die Dusche, ein wenig TV gucken und in die Betten.


30.05.2022 - Ranna/Lipno

210 km
210 km

Wir haben sehr gut geschlafen und werden um 07.00 Uhr wach. Um acht frühstücken wir ausgiebig und besprechen unsere heutige Tour. Die Sonne scheint vom Himmel, es hat bereits angenehme 15°C und so steigen wir um 10.00 Uhr auf unsere Motorräder. Wir entscheiden uns für eine Rundtour durch das Mühlviertel, mit einem kurzen Abstecher zu unseren tschechischen Nachbarn, welche am Tagesende gemütliche 201km sein werden. Kurvig geht es vorbei an der Raubritterburg Marsbach und von hier kurz runter an die Donau. 

Bald fahren wir wieder hoch und parken für einen Fotostopp an der Rannatalsperre (Rannastausee). Von hier weiter, steuern wir den Penzenstein an und genießen von oben einen schönen Blick auf die Donau und das Kloster Engelszell.

Langsam, aber sicher, macht sich Hunger bemerkbar. Auf der Suche nach einer Essensmöglichkeit, machen wir in Lembach halt. Annemarie entdeckt hier ein kleines schrulliges Wirtshaus mit Fleischerei. Wir essen wieder einmal sehr gut. Tadellos gesättigt und gestärkt geht es weiter. Wir halten uns Richtung tschechische Grenze und kommen an der Burg Piberstein vorbei. Hier machen wir einen kurzen Fotostopp.

Jetzt steuern wir Vyšší Brod, eine kleine tschechische Stadt am Fluss Vitava, an. Am Parkplatz bei einem Cafe Restaurant parken wir, gehen die wenigen Schritte zur Brücke über den Fluss Vitava und schauen kurz dem Treiben der Kanuten zu. Anschließend setzen wir uns in das Cafe und gönnen uns einen Cappuccino; Michael wie immer, einen kleinen Espresso. Danach fahren wir weiter zum Lipno Stausee bis nach Lipno nad Vltavou und machen an der Fährschiffanlegestelle einen kurzen Fotostopp.

Wieder das kurzes Stück zurück, geht es rechts weg auf die Straße 16316. Bei Guglwald überfahren wir die Grenze nach Österreich. Eineinhalb Kilometer außerhalb von Guglwald, biegen wir noch zum Grenzmahnmal Eiserner Vorhang ab.

Von hier geht es dann flott und kurvig zurück zu unserem Quartier. Um 18.00 Uhr stehen die Kati und die Honda wohlbehütet in der Garage.

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31.05.2022 - Passau/Hochficht

214 km
214 km

Nach einer erholsamen Nacht, wird wieder ausgiebig gefrühstückt. Kurz vor 10.00 Uhr steigen wir auf unsere Mopeds. Heute sollen es spannende 214km werden. Vorerst geht es hinunter zur Donau. Diese überqueren wir und bei Engelhartszell machen wir Halt beim Stift Engelszell.

Dann steuern wir die drei Flüsse Stadt Passau an. Wir finden einen guten Platz, wo wir unserer Motorräder abstellen können. Danach spazieren wir in die Altstadt hoch. Wir wollen den Dom besichtigen, aber müssen, wegen dem täglichen Orgelkonzert, warten. Daher setzen wir uns am Domplatz auf einen Kaffee und Getränke ins „Home Passau“. Anschließend besichtigen wir die kleine Barbarakapelle und können danach in den Dom Sankt Stephan. Dieser wird innen gerade renoviert und daher ist ein Großteil mit Gerüsten abgedeckt. Trotzdem lassen wir die imposante barocke Bischofskirche auf uns wirken. Anschließend marschieren wir auf der Donauseite zur Mündung von Donau und Inn. Zurück zu den Motorrädern geht es am Innufer. 

Wir bleiben in Bayern und fahren über Wegscheid und Breitenberg hoch an die Grenze. Wieder in Österreich, fahren wir durch Schwarzenberg am Böhmerwald runter nach Klaffer am Hochficht. Über Lichtenberg kommen wir nach Schöneben. Hier gehen wir in das Hotel-Restaurant INN´s Holz essen. Danach fahren wir zurück zu unserer Unterkunft.

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01.06.2022 - Windhaag/Kulturwirtshaus

184 km
184 km

Beim Frühstück besprechen wir unsere Tour für heute. Um 10.00 Uhr geht es wieder los. Heute steuern wir das Wassershuttle bei Windhaag an. Dabei kommen wir an der Burgruine Waxenberg vorbei. 

Von hier fahren wir zum Aussichtsberg mit Fernsehsender „Auf der Gis“ und dann weiter zur Eidenberger Alm, ein Hotel-Restaurant mit tirolerischem Charm. Dieses hat heute leider Ruhetag. 

Daher geht es rasch weiter. In Kirchschlag parken wir uns beim Maurerwirt ein und bestellen Getränke und Kaffee. Danach fahren wir nach Hirschbach im Mühlkreis. Hier kehren wir im Kulturwirtshaus Pammer ein. Das über 300 Jahre altes Wirtshaus ist für sein Ofenbratl bekannt. Natürlich bestellen wir auch ein solches mit Mehl- und Semmelknödel, Sauerkraut und Kartoffel. Es schmeckt hervorragend. Danach noch einen Kaffee und dann geht es wieder zurück zu unserem Quartier.

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20.06.2022 - Lipnostausee/Moldaublick

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Um 07.30 Uhr gehen wir zum Frühstück und um 10.00 Uhr sitzen wir auf unseren Motorrädern. Heute fahren wir noch einmal rauf nach Guglwald und überqueren die Grenze nach Tschechien. Jetzt geht es entlang des Lipno Stausees. Eine herrliche Landschaft begleitet uns bis an den Anfang des Stausees nach Nova Pec. Unter der Brücke über den See machen wir einen kurzen Fotostopp. Danach fahren auf der anderen Uferseite nach Bližší Lhota und kommen anschließend nach Přední Zvonková, wo wir auf der 1634er wieder über die Grenze nach Österreich kommen. 

Bei Schöneben biegen wir dann zum „Moldaublick“ ab. Es geht durch den Wald bis zur Jausenstation mit Aussichtsturm. Den Turm besteigen wir nicht, trinken aber einen Kaffee. 

Danach fahren wir zum Hotel-Restaurant INN´s Holz zurück. Wir stellen unsere Motorräder ab und marschieren zur einige hundert Meter entfernten Ramenai. Hier schauen wir uns die mietbaren Baumhäuser und Waldlodges an. Danach geht es wieder zurück zum Hotel-Restaurant, wo wir hervorragend essen.

Wieder in unserer Unterkunft, lassen wir auf der Terrasse den Tag gemütlich ausklingen, denn morgen heißt es Abschied nehmen.

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03.06.2022 - Heimreise

287 km
287 km

Nach dem Frühstück packen wir unsere Koffertaschen und verstauen diese am Motorrad. Wir verabschieden uns von unseren Gastgebern. Auch von Annemarie und Michael verabschieden wir uns, da diese noch bei ihrer Tochter vorbeischauen möchten und daher eine andere Route fahren. Um 09.00 Uhr sind wir abreisebereit. Für uns geht es über Arbesbach nach Spitz an der Donau und von hier durch die Wachau bis nach Krems. Ab Krems nehmen wir die Autobahn und sind um 13.45 Uhr wieder wohlbehalten zu Hause.

Tourdaten:

Für die insgesamt 1.331 km saßen wir ganze 20 Stunden und 47 Minuten im Sattel.

Meine Kati verbrauchte dabei 5,1 Liter auf 100km bei einer durchschnittlichen

Geschwindigkeit von 64 km/h.


TIPPs und INFOs

Unterkunft

Ferienhof Neundlinger

Uttendorf 17, 4174 Niederwaldkirchen

+43 (0)7231 33041 

info@neundlingerhof.at     

www.neundlingerhof.at

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Raubritterburg Marsbach

Die Burg Marsbach ist der älteste Adelssitz des oberen Mühlviertels und liegt im Donautal südlich von Marsbach bei Hofkirchen im Mühlkreis in Oberösterreich. Von hier kann man die Donau von Niederranna bis zur Schlögener Schlinge einsehen. Schloss Marsbach war Ende des 15. Jahrhunderts eine Raubritterburg und der Schrecken für Kaufleute und Schiffer. Der damalige Besitzer Otmar Oberhaimer war für seine Gewalttaten und Plünderungen bekannt. Später wurde er verurteilt und enthauptet. Über 500 Jahre stand hier oben die schwer angreifbare Burg. Mitte des 16. Jh. wurde diese jedoch abgerissen und ein Renaissanceschloss errichtet. Marsbach wurde zum Gerichts- und Verwaltungsmittelpunkt der Region und blieb es bis 1848. Heute ist das Schloss in Privatbesitz.

 

Rannatalsperre

Im Naturschutzgebiet Rannatal fließt die Ranna und ist der Grenzfluss zwischen den Gemeinden Neustift im Mühlviertel und der Nachbargemeinde Hofkirchen. Der Rannastausee mit seiner 45 m hohen Staumauer wurde im Jahr 1950 zur Stromerzeugung angelegt und ist ein beliebtes Ausflugsziel. Am Beginn der Staumauer befindet sich im Felsen eine vier Meter hohe Christopherus-Statue.

 

Donaublick Penzenstein

Der Penzenstein befindet sich in der Gemeinde Neustift im Mühlkreis. Von diesem, über der Donau gelegenen Aussichtsfelsen, hat man eine herrliche Aussicht über das Donautal und zum Donaukraftwerk Jochenstein. Direkt beim Donaublick Penzenstein befindet sich eine kleine Kapelle, welche auch für Wallfahrten genutzt wird.

 

Windhaag/Wettershuttle

Das Wettershuttle ist ein fünf Meter langes und 4,5 Tonnen schweres bewegliches Kunstobjekt von dem Bildhauer Gerhard Eilmsteiner und steht exakt auf der Europäischen Wasserscheide bei Windhaag (Gemeinde Freistadt). Die eiserne Waage hat zwei Granitschalen, welche jede 170 Liter Regenwasser auffangen kann. Sobald eine Schale gefüllt ist, setzt sich der Wagen in Bewegung und überquert die Linie der Wasserscheide, wo am Ende die Schale entleert wird. Gleichzeitig richtet sich die andere Schale auf, um wieder Wasser neu aufzusammeln.

 

Burg Piberstein

Die Burg Piberstein liegt im oberen Mühlviertel bei Helfenberg. Die Felsenburg wurde im 13. Jahrhundert errichtet, um 1620 ausgebaut und verfiel mit der Zeit zur Ruine. Seit 1964 wird sie renoviert und dient heute als regionales Kulturzentrum.

 

Mahnmal Eiserner Vorhang

10 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhanges, wurde 1999 am Grenzübergang Guglwald wieder ein Teil des Stacheldrahtzaunes errichtet. Auf sieben Schautafeln wird der dunkle Teil der europäischen Geschichte beschrieben und soll an das einst geteilte Europa erinnern.

 

Stift Engelszell

Das Stift Engelszell wurde 1293 gegründet und ist das einziges Trappistenkloster Österreichs.

In einem stilistisch reinsten Rokoko zeigt sich die Kirche mit ihrem 76m hohen Turm. Sie wurde 1754 bis 1764 erbaut und ist mit wertvollen Kunstwerken ausgestattet.

 

Passau

Die deutsche Universitätsstadt Passau liegt an der Grenze zu Österreich. Hier fließen die Flüsse Donau, Inn und Ilz zusammen. Daher wird sie auch Dreiflüssestadt genannt. Über der Stadt thront die Veste Oberhaus, eine Festung aus dem 13. Jahrhundert. Die Altstadt wird durch ihre barocken Gebäude geprägt. Der Dom Sankt Stephan, mit seinen charakteristischen Zwiebeltürmen, bildet ein imposantes Bild beim Erreichen der Stadt. Dieser ist eine, nach einem Brand im Jahre 1662, von 1668 an wiedererbaute barocke Bischofskirche und ist die höchste Erhebung (liegt 13m über der Donau) der Altstadt zwischen den Flüssen Inn und Donau. Die heutigen fünf Orgeln, die in den Jahren 1978–1984 und 1993 von der Orgelbaufirma Eisenbarth aus Passau gebaut wurden, bilden mit zusammen 233 Registern und 17.974 Pfeifen die größte Domorgel der Welt.