Resümee

Schottland ist an landschaftlichen Schönheiten mit Sicherheit nicht arm. Oft überwältigte uns die grandiose Natur und die Mystik der Szenerie. War es ein spektakulärer Ausblick von einem Berg, war es ein stimmungsvolles Lokal in einem quirligen Hafenort, waren es die trutzenden Burgen und Festungen, waren es die äußerst netten, zuvorkommenden und hilfsbereiten Menschen, oder waren es einfach nur die atemberaubenden Naturkulissen mit seinen beeindruckenden Lochs. Die Gelassenheit der Schotten hat sehr rasch auf uns übergegriffen - enttäuscht wurden wir nie!

Einen Übernachtungsplatz zu finden ist in der Regel kein Problem. Vom familiären B&B, über traditionelle Guest Houses bis hin zu luxuriösen Hotels reicht die Auswahl. Immer ist im Zimmerpreis ein opulentes Frühstück dabei. Wer möchte, wird ein dichtes Netz an Campingplätzen vorfinden. Auch "wildes" Campen in der freien Landschaft ist erlaubt.

Kulinarisch haben die Schotten ordentliches zu bieten. Der angeblich traditionell schlechte Ruf der englischen und schottischen Küche können wir nicht bestätigen - im Gegenteil!

Das jeweils ausgiebige schottische Frühstück in jeder Herberge mag zwar relativ cholesterinträchtig sein, aber es sättigt bis in den späten Nachmittag hinein.  Von den Spezialitäten wie Fisch und Meeresfrüchte in den Seafood Restaurants, bis hin zu der regionalen Küche mit Lamm, Wild und Rind, findet dein Gaumen jederzeit hervorragendes. Mit Skepsis haben wir vom schottischen Nationalgericht Haggis gelesen. Einmal gegessen, wirst du begeistert sein. Obwohl sich gehackter Schafsmagen, zerkleinerte Innereien und Hafermehl nicht unbedingt verlockend anhören, wird dieses Gericht jedoch mit Kräutern und Gewürzen derart aromatisch abgeschmeckt, dass wir es in Folge gerne als köstliche Spezialität in Erinnerung behielten. Natürlich darf ich nicht die tollen Steaks der Highlandrinder vergessen - ganz besonders das Rib Eye Steak davon. Hervorragenden Lachs - insbesondere auch geräuchert, erhältst du überall.

Etwa 40 % der Weltproduktion ist schottischer Whisky. In zur Zeit über 100 Brennereien wird dieses Wasser (gälisch "Wisge") hergestellt und wurde von uns in all seinen regionalen Geschmacksvarianten - von weich und leicht, von rund und fein, sowie von rauchig und torfig, verkostet. Die Whiskys werden hier nicht on the rocks getrunken, sondern mit Wasser.

Schottisches Bier schmeckt auf jeden Fall lecker – egal ob Real Ale oder Lager. Das Guinness aus Irland findest du natürlich auch in jedem Pub. In exklusiveren Restaurants oder Hotels haben wir auch gute Weine aus Neuseeland, Spanien, Italien und Frankreich gefunden. Österreichische Weine wirst du hier nicht finden.

Wir mussten erst lernen, dass du im Pub nicht, wie bei uns, am Tisch bedient wirst. Du gibst deine Bestellung am Tresen auf - egal ob Getränke oder Essen.

 

Das Wetter war, wie sagt man so schön, eher durchwachsen.  Mit unserer Bekleidung hatten wir jedoch keinerlei Probleme mit Regen, Wind und Temperatur. 

Das Klima haben wir für unser Empfinden generell als überraschend angenehm empfunden.

 

Das Fahren mit der KTM 1050 Adventure war trotz Sozia und viel Gepäck, problemlos. Der breite Lenker, die Originalsitzbank und das große Tourenwindschild trugen zu einem sehr guten Fahrkomfort bei. Die 95 PS und das Drehmoment von 107Nm passten trotz voller Ausnutzung des höchst zulässigen Gesamtgewichtes in jeder Situation. Dank dem 23l-Tank und einem gemäßigten Schluckverhalten meiner Kati, konnten wir große Etappen durchfahren und die Tankstopps waren daher sehr gut kalkulierbar. Die automatische Kettenschmierung bewährte sich bestens und ich musste die Antriebskette nicht Nachspannen. Die Reifen haben, trotz der vielen Autobahnkilometern und dem sehr rauen Asphalt in Schottland, tadellos das Profil gehalten (ich denke, dass ich noch 2-3000km drauffahren kann!?). Unsere Rukkabekleidung hat sich sowohl bei den niederen Temperaturen, als auch im Regen hervorragend bewährt. Bei vorhersehbarem langanhaltenden Starkregen, haben wir trotzdem den Regenschutz übergezogen.

 

Vom Gepäck her hat uns nichts gefehlt - im Gegenteil, wir hatten zu viel dabei. Haarfön, Duschshampoo, Seife und Handtücher benötigten wir nicht. Von der Wäsche hätten wir gut ein Fünftel bis zu einem Viertel zu Hause lassen können. Denn du kannst eigentlich jederzeit deine benutzte Wäsche waschen (wir haben in den drei Wochen zweimal Wäsche gewaschen). Sowohl in den B&Bs, als auch in den Hotels war nicht nur gut geheizt, sondern in den meisten Unterkünften befanden sich diese sprossenförmigen Handtuchtrockner in den Badezimmern, welche immer beheizt waren. Somit genügte eine Nacht für wieder trockene Wäsche.

 

Fazit:   "Scotland forever" - uns wird Schottland für immer in Erinnerung bleiben! 

Zur Auffrischung dieser, geht es,  so bald wie möglich, wieder hoch in den Norden von Great Britain!?

 

 

Fakten kurz zusammengefasst:

 

Reisezeit:                                   3.9. bis 24.9.2016

Gesamtkilometer:                        6236 km

Insgesamt im Sattel gesessen:     73 Stunden

Durchschnittsgeschwindigkeit:      86 km/h

Durchschnittlicher Verbrauch:       5,4 l/100km

Unterkünfte:                                4x Bed & Breakfast

                                                  2x Guest House

                                                  7x Hotel

Wetter in Schottland:                   niedrigste Temperatur 4°C

                                                  höchste Temperatur 19°C

                                                  Durchschnittstemperaturen 14 - 16°C

                                                  durchgehende Regentage 3x

                                                  durchgehende Sonnentage 4x

                                                  restliche Tage abwechselnd Sonne, Wolken, Nieselregen

                                                  Wind meist 15 bis 30km/h

                                                  Windböen 50 bis 70km/h an vier Tagen

                                                  Windspitzen bis 110km/h an zwei Tagen