Velehrad-Luhačovice-Strážnice

02.05.2019

Gesamttour rd. 290km
Gesamttour rd. 290km
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Der letzte sonnige warme Tag vor einem verregnetem Wochenende wird vorhergesagt. So ist es naheliegend, noch rasch auf die KTM zu steigen. Wir wollen eine Tour durch Mähren im östlichen Drittel Tschechiens unternehmen. In Drasenhofen überfahren wir die Grenze nach Tschechien und kurz vor Mikulov geht es rechts weg und wir durchfahren Lednice (Eisgrub). Am imposanten Schloss und der Parkanlage geht es vorbei. Wir cruisen kleine Nebenstraßen weiter bis wir Velehrad erreichen.

Die Geschichte des Ortes Velehrad geht bis zum Anfang des 13. Jahrhunderts zurück und ist einer der bedeutendsten Wallfahrtsorte Mährens. Die ursprünglich romanisch-gothische Klosterkirche wurde am Ende des 17. Jahrhunderts im Barokstil umgebaut. Die Bedeutung von Velehrad wurde vom Papst Johannes Paulus II. gestärkt. Es war der erste Ort, der von ihm nach dem Fall des Eisernen Vorhangs besucht wurde (1990). In der Basilika von Velehrad sind auch die bedeutenden Kirchenmänner, wie der Erzbischof A. C. Stojan von Olmütz und der Kardinal Tomáš Špidlík SJ beerdigt.

Wir besuchen die Basilika und anschließend gehen wir zum nahegelegen Restaurant des Hotels Mlýn, welches sich in einer ehemaligen Mühle befindet. Rasch ist ein gemütlicher Tisch gefunden.

Wieder gestärkt geht es weiter. Nur 1km weiter nach Modrá bei Velehrad, kommen wir an einem nach archäologischen Ausgrabungen errichtetem Freilichtmuseum vorbei. Der Nachbau der frühmittelalterlichen Befestigung lockt viele Besucher an. Auch wir halten für einen kurzen Fotostop.

Wieder auf dem Motorrad, erreichen wir nach gut 37 Kilometern den Kurort Luhačovice. Auf deutsch heißt der Ort Luhatschowitz und liegt im Bezirk Zlín (Mähren/Tschechien). Der östliche und südöstliche Teil der Umgebung von Luhačovice gehört zum Naturschutzgebiet Weiße Karpaten. Die Kleinstadt Bad Luhatschowitz mit ihren vielen Mineralquellen und günstiger Klimabedingungen, gilt als größter und ältester Kurort Mährens und ist einer der bedeutendsten Kurorte Tschechiens. Im Zentrum geht es vorbei am Palace Hotel. Wir fahren weiter zum nördlichen Ende an die Promenade. Hier machen wir wieder kurz Halt.

Langsam heißt es an die Heimfahrt denken. Wir fahren noch die etwas mehr als 2km zum Campingplatz an der Talsperre Luhačovice. Das Navi wird auf „nach Hause“ gestellt und rasch geht es wieder zurück nach Uherske Hradiste. Ab hier halten wir uns links weg und kommen nach 30 Kilometern in Strážnice an. Strážnice (Straßnitz) liegt im Südosten Mährens am linken Ufer des Flusses Velička. Den Ort kennen wir bereits. Daher finden wir rasch zum Bata-Kanal. Anschließend steuern wir „unser“ Cukrárna Cafe U Anděla (Kostelní 474, 696 62 Hodonín-Strážnice) an. Dieses kleine Cafe liegt in einem kurzen Stück Fußgängerzone neben dem Kostel sv. Martina. Vor der Kirche zum heiligen Martin parke ich meine KTM und wir gehen die wenigen Schritte am neben der Kirche errichteten Wachturm vorbei. In der Sonne vor dem Cafe U Anděla machen wir es uns gemütlich.

Im Feierabendverkehr geht es etwas zäh Richtung Heimat. Wir kommen an Hodonin rechts außen vorbei, durchfahren Breclav (Lundenburg) und überqueren nach 46 km die Grenze nach Österreich. Ab Reintal ist es dann nur mehr ein sogenannter Katzensprung bis vor unsere Toreinfahrt.