Südtirol/Antholzertal

07.09. bis 28.09.2019

Panorama Marmolada
Panorama Marmolada

Südtirol ist die nördlichste Provinz Italiens und bildet zusammen mit der Provinz Trient die autonome Region Trentino-Südtirol. Das Land genießt seit 1972 umfassende Selbstverwaltungsrechte. Südtirol mit seiner Landeshauptstadt Bozen, zählt zu jenen Gebieten Italiens mit einer starken Regionalkultur. Die europäische Einigungsbewegung ermöglicht eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit der historischen Region Tirol. Die Bevölkerung setzt sich über 62 % aus deutschsprachigen und etwa 23 % aus italienischsprachigen Südtirolern zusammen. Rund 4 % der Bevölkerung, hauptsächlich im Dolomitengebiet, gehören zur ladinischen Sprachgruppe. Südtirol befindet sich zur Gänze in den Alpen und ist eine der größten Provinzen Italiens. Im Norden und Osten grenzt Südtirol an die Bundesländer Nordtirol und Osttirol, sowie zu einem kleinen Teil an Salzburg von Österreich. Im Westen grenzt es an den Schweizer Kanton Graubünden und innerhalb Italiens ist es im Südwesten von der lombardischen Provinz Sondrio, im Süden vom Trentino und im Südosten von der zu Venetien gehörenden Provinz Belluno umgeben. Südtirol hat seinen Anteil an 13 Gebirgsgruppen der Ostalpen. Weiträumige Gebirgslandschaften, etwa 34 % der Gesamtfläche Südtirols, sind Almgebiete. Diese liegen vorwiegend oberhalb der Waldgrenze und haben wichtige landwirtschaftliche, ökologische und starke touristische Funktionen.

 

Anreise: Samstag, 07.09.2019

 

Der Wohnwagen hängt am Haken und steht abfahrbereit. Wir starten um 07.15 Uhr bei starker Bewölkung. Flott geht es über die A5 nach Wien. Auf der Süd-Ost-Tangente kommen wir gut voran und so erreichen wir die Südautobahn. Auch hier ist das Verkehrsaufkommen niedrig, so dass wir bald auf die S6 über den Semmering abbiegen können. Unser RR Evoque zieht unseren Dethleffs brav über den Berg. Immer wieder regnet es. Bei St. Michael in der Obersteiermark fahren wir die S36. Je näher wir nach Zeltweg kommen, umso dichter wird der Verkehr (Air-Race-Power Veranstaltung). Danach kommen wir wieder gut voran. Ab St. Lorenzen bei Scheifling geht es dann nach Kärnten. Über die S37 kommen wir zum Wörthersee. An Spittal an der Drau geht es vorbei und wir kommen nach Greifenstein. Ab hier geht es nach Lienz in Osttirol. Die Stadtdurchfahrt ist etwas zäh. Nach Silian überfahren wir die Grenze nach Italien-Südtirol. Auf der SS49 umfahren wir Innichen und Toblach. Zirka 30km weiter biegen wir rechts weg in das Antholzertal ein. In Rasen (Rasun) halten wir uns nach der Beschilderung zum Camping Residence Chalet Corones. Auf einer schmalen Zufahrt durch den Wald erreichen wir den Campingplatz. Wir halten vor dem Schranken und suchen uns einen möglichen Stellplatz. Um 15.15 Uhr checken wir ein und fahren auf den Stellplatz. Rasch steht der Wohnwagen. Es ist stark bewölkt und hat 13°C. Wir nutzen eine kurze Regenpause und ziehen das Sonnendach (eher als Regenschutz nötig) ein. Von zu Hause haben wir vorgekocht Saftfleisch mit Reis mit. Das wird jetzt gewärmt und frischer Gurkensalat dazu gemacht. Nach dem Essen gehe ich zum Restaurant vor und genieße ein kühles Blondes. Wieder beim Wohnwagen, lassen wir den Tag ausklingen und es geht bald in die Betten.

Bruneck

 

Die Nacht ist recht kühl. Das Thermometer fällt bis auf 6°C runter. Auch leichter Regen fällt noch. Trotzdem haben wir sehr gut in unserem wohlig warmen Wohnwagen geschlafen. Um 07:45 Uhr werden wir wach, es ist noch etwas bewölkt, aber der Himmel hat die Schleusen geschlossen. Noch während dem Frühstück kämpft sich die Sonne bereits durch de Wolken. Die Berge sind rundherum ordentlich mit Schnee angezuckert und wir haben 11°C. Wir entschließen uns, mit dem Auto nach Bruneck zu fahren. Noch vor dem Stadtzentrum parken wir (0,70 € /h). Wir marschieren durch das Zentrum, bestaunen die schön dekorierten Schaufenster. Ein Schinkenladen präsentiert sich auffällig. Hier schauen wir rein, besichtigen das Schinkenmuseum im Laden und kaufen entsprechend ein.

Wir flanieren weiter und suchen uns ein Restaurant zum Essen. Auf der Tageskarte finden wir Risotto mit Eierschwammerl und Lammfleisch. Wir lassen es uns schmecken. Den Kaffee wollen wir wo anders trinken. In der Fußgängerzone finden wir ein nettes altes Café. Zum Cappuccino und Espresso gibt es ein Stück Brunecker Stadttorte.

Wieder gestärkt geht es zurück zum Campingplatz. Die Sonne scheint und wärmt mit 18°C. Wir plaudern noch mit den neu angekommenen Platznachbarn Margit und Andreas. Wieder im Wohnwagen, wird der gekaufte Kräuterschinken und der Almkäse verkostet. Danach lassen wir den Tag gemütlich vor dem Fernseher ausklingen.

Staller Sattel

 

Bereits am Morgen scheint die Sonne. Nach einem ausgiebigen Frühstück, fahren wir mit dem Auto auf den Staller Sattel (Grenzpass zwischen Südtirol und Osttirol). Wir kommen an der Südtiroler Arena (Biathlon Zentrum) und dem Antholzer See vorbei. Das letzte Passstück ist ampelgeregelt, da die Straße nach Österreich/Osttirol hier nur einspurig verläuft. Wir haben Glück, denn die Ampel steht gerade auf Grün. Es geht die letzten Kilometer hoch und parken am Sattel auf 2052m bei der Hexenschenke unser Auto. Von hier marschieren wir das Stück hinunter zum idyllisch gelegenen Obersee (2016m). Wir wandern am See entlang. Am unteren Ende biegen wir den Weg zur Staller Alm ab. Nach zirka 25 Minuten erreichen wir die gemütliche Außerweger Hütte. Hier kehren wir ein, essen gut und kaufen Almbutter. Es geht wieder zurück zum Obersee und marschieren jetzt an der anderen Uferseite bis zum Alpengasthaus Obersee. Hier halten wir uns rechts und wandern hoch zum Heldenkreuz. Danach geht es am Grenzweg Italien/Österreich wieder zurück zur Hexenschenke.

Wir starten das Auto, die Ampel auf Grün und es geht zurück auf die italienische Seite. Beim blau-grünen Antholzer See (1650m) finden wir wieder einen kostenlosen Parkplatz am "Platzl am See". Von hier umwandern wir den am Ende des Antholzer Tales liegenden Wildsee inmitten des Naturparks Rieserferner-Ahrn. Nach etwas mehr als einer Stunde, haben wir den drittgrößten See Südtirols umrundet. Wieder beim Auto, geht es zurück zum Campingplatz.

Erdpyramiden

 

Nach einer kühlen, aber angenehmen Nacht, lacht die Sonne vom Himmel. Wir wollen heute die Erdpyramiden besichtigen. Am späteren Vormittag fahren wir mit dem PKW nach Platten und parken zirka 150 Meter vor dem Restaurant Schönblick. Bei diesem steigen wir in den beschilderten Wanderweg des Landschaftsschutzgebietes ein. Nach gut 40 Minuten und immer wieder herrlichen Ausblicken auf die umliegende Bergwelt, erreichen wir über einen Forstweg den Einstieg zu den bizarren Sandgebilden. Auf einem Waldweg mit Holzstufen, gelangen wir zu der architektonischen Meisterleistung der Natur – die Erdpyramiden von Percha. Wir bestaunen das Wechselspiel von gelblich bis gräulich-fahlem Farbenspiel der Erosionsgebilde in einem Sonne- und Wolkengemisch. Erdrutsche, Regen, Schneeschmelze und Erosionen haben im Laufe der Jahrhunderte diese lehmhaltigen Säulengebilde geformt. Einfach faszinierend ragen diese, mit einem Stein besetzt, in die Höhe. Der Erdpyramidenweg ist eigentlich ein Rundwanderweg. Da die Zeit schon vorangeschritten ist, gehen wir auf derselben Strecke zurück. Am Restaurant Schönblick kehren wir noch auf einen Cappuccino und eine sehr gute Buchweizentorte ein.

Wieder beim Auto, machen wir noch einen kurzen Abstecher zum Kräuterhof Hauser. Dieser liegt abseits der Pustatalstraße in Wielenberg. Auf einem sonnigen Hügel werden in Handarbeit Heil- und Gewürzpflanzen angebaut. Im imposanten Naturstammhaus, aus mächtigen Fichtenstämmen erbaut, findest du eine faszinierende Welt aus Kräutern, Märchen und Sagen. Hier kannst du auch Kräutertees, ätherische Öle, Kräuterkosmetika und Kräuterschnäpse in höchster biologischer Qualität erstehen. Danach geht es zurück zum Campingplatz.

Brixen

 

Morgens leicht bewölkt, setzt sich rasch die Sonne durch. Am Plan steht Brixen und hier im Besonderen der Besuch des Domes. Unsere CP-Platznachbarn, Margit und Andreas, fahren mit uns. In der Nähe des Zentrums parken wir in einer Parkgarage. Nach wenigen Schritten befinden wir uns im Hofgarten. Diese Gartenanlage aus der Renaissance, neben dem bischöflichen Hof, ist für Besucher frei zugänglich.

Danach erreichen wir den Domplatz. Der imposante Bau, welcher ursprünglich auf das Jahr 980 zurückgeht, steht vor uns. Nach zwei Bränden, wird dieser um 1200, im romanischen Stil mit dreischiffigem Langhaus und seinen zwei Fassadentürmen, neugestaltet. 1745 bis 1754 erfolgte ein barocker Neubau mit den berühmten Fresken von Paul Troger und seinen Schülern. Einer der bedeutendsten Hochaltäre Tirols, wurde von Theodor Benedetti gestaltet. Der gesamte Dom ist mit prunkvollem Marmor ausgestattet. Insgesamt sollen 33 verschiedene Marmorarten verwendet worden sein.

Daneben finden wir den Brixner Domkreuzgang, welcher ursprünglich in der vorromanischen Zeit entstanden ist, aber später romanisch und gotisch umgestaltet wurde. Mit seinen sehenswerten Fresken, zählt dieser zu den bedeutendsten Kunstdenkmälern Südtirols. Er diente dem Domklerus für Prozessionen, Gebete und als Begräbnisstätte.

Daneben gehen wir noch in die Alte Hofkirche – Kirche Unsere liebe Frau. Ursprünglich als Kapelle der alten Burg errichtet, wurde diese 1210 neu gebaut und im 14. Jh. erweitert.

Am Domplatz suchen wir uns ein Restaurant. Wir finden solches mit einem Gastgarten und gönnen uns noch eine Pizza. Danach schlendern wir noch ein wenig in Brixen herum.

Wieder beim PKW, fahren wir auf dem Rückweg noch beim Kloster Neustift vorbei. Nach unserem Rundgang, gönnen wir uns noch ein gutes 1/8terl Südtiroler Weißwein beim Stiftkeller. Danach geht es definitiv zurück. In Rasen kehren wir dann bei der Pizzeria Willi ein und verwöhnen uns heute noch einmal mit hervorragenden Pizzis und kühlem Bier. Um 20.30 Uhr sind wir dann wieder bei unseren Wohnwägen.

Kronplatz

 

Wieder beginnt ein herrlicher Tag mit Sonne und klarer Luft. Daher entschließen wir uns nach Olang zu fahren und wollen hier mit der Seilbahn auf den Kronplatz hoch. Von 1080m geht es hoch auf 2275m. Kaum aus der Seilbahnkabine ausgestiegen, eröffnet sich uns ein beeindruckendes rundum Panorama. Eigentlich ein Schigebiet, findest du außerhalb der Wintersaison ein Eldorado für Wanderer und Mountainbiker (Downhill). Imposant ragt die Friedensglocke „Concordia 2000“ in den Himmel. Wir nehmen den Rundwanderweg, welcher uns an interessanten Punkten vorbeiführt. Als Erstes besuchen wir das „Messner Mountain Museum“. Am 24.07.2015 eröffnet, findest du auf drei Etagen und 1100qm die Geschichte und Kunst des Bergsteigens. Messner will damit zeigen, „was der Berg mit dem Menschen macht!“

Wieder aus dem beeindruckenden Museum heraußen, marschieren wir unsere Runde weiter - immer im Blick das herrliche Bergpanorama, die vielen Downhiller und Paraglider.

Wir haben den Rundwanderweg geschafft und kommen wieder an der Friedensglocke vorbei. Jetzt wollen wir noch zum „Museum of Mountain Photography“ – Lumen! Am 20.12.2018 wurde die alte Bergstation umgebaut und das spektakuläre Museum für Bergfotografie Lumen eröffnet. Über drei Etagen findest du hier eine Mischung aus historischen Fotos, zeitgenössische Bilder und digitale Innovationen im Spiegelsaal. Die 17,- € Eintrittspreis pro Person sind jeden Cent wert. Tief beeindruckt verlassen wir wieder das Museum. Im angrenzendem Food Space & Restaurant „Alpinn“ genießen wir auf der großen Terrasse die Sonne, den Rundumblick und ein kühles Blondes.

Tief beeindruckt von dem Berg, seinem Panorama und seinen Besonderheiten, steigen wir in die Gondel und fahren talwärts. Wieder am Campingplatz, wird erst mal in den geheizten Pool gesprungen und danach gekocht und relaxed.

Kleine Radtour vor Ort

 

Die ersten Sonnenstrahlen kitzeln uns wach. Ich hole im CP-Shop frisches Gebäck und anschließen frühstücken wir ausgiebig. Danach fahren wir nach Olang und kaufen in der Fleischerei gute Rinderfilets. Wieder beim Wohnwagen wird relaxt und die Sonne genossen. Danach kommen die Filets in die Pfanne. Nach einem kurzen Verdauungsschläfchen, entschließen wir uns zu einer kleinen Radtour. Vom Campingplatz geht es parallel zur Straße hoch nach Niederrasen und von hier flach bis nach Oberrasen mit herrlichem Blick auf das Bergmassiv der Riesenferner-Gruppe. Mit einem kleinen Schwenk, biegen wir in den Biotopweg ein. Das Biotop Rasner Möser in der Talsohle von Antholz, führt uns durch einen dichten und artenvielfältigen Wald aus Laub- und Nadelbäumen entlang des 23ha großen Moorgebietes. Wieder in Niederrasen, geht es flott runter zu unserem Campingplatz.

Gsiesertal

 

Heute wollen wir in das Gsiesertal, ein Seitental des Pustatals. Viel Natur und herrliche Landschaft begleiten uns durch die kleinen dörflichen Siedlungen und vorbei an verstreuten Weilern und Höfen. Wir fahren bis zum Talschluss. Hier parken wir und steigen in den Wanderweg zur Kradorfer Hütte ein. Auf einem asphaltierten Forstweg geht es stetig, aber familientauglich, nach oben. Bevor wir die Kradorfer Alm erreichen, biegen wir rechts weg, überqueren einen Bach und wandern auf einem Waldweg das restliche Stück hoch zur Kradorfer Hütte auf 1704m. In der urigen Almhütte kehren wir ein und essen sehr gut. Bevor wir wieder nach unten wandern genießen wir noch die Sonne auf der Alm mit Blick in das Tal.

Auf der Rückfahrt zum Campingplatz, biegen wir in St. Magdalena noch zum Reierhof ab. Dieser Erlebnisbauernhof ist das Zuhause von ca. 100 Tieren, darunter befinden sich auch seltene und vom Aussterben bedrohte Tiere. In der Hofschank (hat nur im Sommer geöffnet) gibt es regionale und hausgemachte Produkte frisch zubereitete. Für Kinder ein idealer Spielplatz, im Wald, auf der Wiese und im Stall bei den Tieren. Wir genießen das sehr gute selbstgemachten Eis und schauen, bevor es wieder zurück zum Wohnwagen geht, dem Treiben der Kinder zu.

Pragser Wildsee

 

Wieder ein herrlich sonniger Tag beginnt. Unsere CP-Nachbarn Margit und Andreas wollen heute zum Pragser Wildsee (1494m) und nehmen uns mit. Am See angekommen, sind bereits viel Ausflügler hier. Wir umwandern den Bergsee mit seinem herrlich grünschimmernden Wasser gegen den Uhrzeigersinn und haben immer einen herrlichem Ausblick auf das imposante Bergmassiv des Seekofels mit seinen 2810m. Es geht gemütlich rundum.

Wieder beim Auto, fahren wir noch einen Abstecher zum Toblacher See. Hier essen wir und anschließend geht es gemeinsam zurück zum Campingplatz.

Kleine Radtour

 

Heute gehen wir den Tag langsam an. Das Wetter ist schön und wir wollen unseren Lebensmittelvorrat aufbessern. Daher fahren wir nach Olang zum Einkaufen. Auch ein fahrender Fischhändler steht vor dem kleinen Supermarkt Conad. Daher werden auch Gamberetti, Wolfsbarsch und Brasse eingekauft. Wieder beim Wohnwagen wird alles verstaut und wir steigen in die Raddress. Vom Campingplatz weg, wollen wir die Dorfrunde fahren. Eigentlich ist das ein 1½ stündiger Wanderweg, doch wir wollen diesen mit dem Moutainbike befahren. Zuerst auf einem Wiesenrand entlang, geht es bald in den Wald und hier steil nach oben. Zwei ordentliche Steigungsetappen müssen wir sogar die Räder hochschieben. Auch an versteckten Punkern kommen wir vorbei. Wieder aus dem Wald heraußen, geht es kurz auf Asphalt runter nach Niederrasen. Am Ortsbeginn, biegen wir auf den Wanderweg zwischen den Bauernhäusern ein, bis wir das Ortszentrum erreichen. Von hier geht es dann rasch zurück bis zum Campingplatz.

Ahrnthal

 

Wolkenloser Himmel. Heute wollen wir in das Arnthal. Über Bruneck und Sand in Taufern, fahren wir bis Kasern und hier zum Talschluss. Vom öffentlichen Parkplatz marschieren wir Richtung Talschlusshütte. Eine halbe Stunde später, kommen wir an der Heilig-Geist-Kirche vorbei. Diese Kleinod aus dem 15. Jahrhundert, diente einst als Knappenkirche. Auf den Weg dort hin kommst du an 15 Holzsäulen (Kreuzweg) vorbei, in welche Reliefs geschnitzt sind. Diese stellen den Leidensweg des Herrn dar.

Wir marschieren weiter an der Ahrn entlang. An der Talschlusshütte vorbei, geht es durch eine beschauliche Landschaft mit viel Wasser, Fels und Bergen. Nach insgesamt 1½ Stunden erreichen wir die Adleralm Hütte. Auf 1700m kehren wir ein.

Den Hunger gestillt und wieder fit, gehen wir bis zur Heilig-Geist-Kirche zurück. Hier nehmen wir aber jetzt den „Gesundheitsweg“ durch den Wald zurück nach Kasern zum Parkplatz.

Auf der Rückfahrt machen wir noch einen kurzen Halt in Bruneck. Wir flanieren durch das Zentrum, kaufen ein und gönnen uns ein gutes Eis. Ein Sportausstatter hat hier auch eine pfiffige Hauswanddekaration angebracht.

Pustatalradweg

 

Heute ist es zwar etwas frisch am Morgen, trotzdem steigen wir um 10 Uhr auf unsere Räder. Es direkt vom Campingplatz weg auf den Pustatalradweg. An Olang vorbei fahren wir bis Bruneck. Der Radweg führt die Rienz entlang. Wir durchfahren Bruneck und es geht mal im Schatten, mal in der Sonne weiter. Flott kommen wir nach St. Lorenzen. Kurz vor dem Ort Mühlbach fahren wir an einer beeindruckenden Festungsanlage vorbei. Diese Klause wurde im 15. Jahrhundert erreichtet. Einige Gebäudeteile wurden nach einem Hochwasser im 18. Jahrhundert zerstört, der Rest blieb erhalten, verfiel aber, als der eigentliche Bauzweck als Festung und Zollstation wegfiel.

Wir durchfahren Mühlbach und folgen der Beschilderung nach Franzensfeste. Immer wieder mehr oder weniger rauf und runter, steigen wir nach insgesamt 45,7km um 15.30 Uhr an der Festung Franzensfeste von den Rädern. Die Festung ist seit 2017 eines der 10 Landesmuseen Südtirols. Auf 65.000 m², kann dieses Labyrinth aus Gängen, Treppen, Räumen und Innenhöfen erkundet werden. 1833 wurde unter Kaiser Franz Josef I. begonnen und unter fünfjähriger Bauzeit 1838 das Meisterwerk österreichischer Festungsarchitektur fertig gestellt. Diese undurchdringliche Talsperre wurde nie Kriegsschauplatz, sondern war lediglich als Waffen- und Pulverlager genutzt. Vis á vis von der neugotischen Kapelle im Innenhof, essen und trinken wir im Cafe Bistro. Anschließend genießt Hilde die warme Sonne im Bistros Schanigarten und ich durchwandere die Festung (Eintritt pro Person € 7,-) unterirdisch und obenauf.

Ein Stunde später, steigen wir wieder auf unsere Räder und fahren die rund 1,5km in den Ort Franzensfeste zum Bahnhof. Ich löse die Tickets (mit der Gästekarte kostenlos für uns) und wir steigen in den Zug. Die Räder (Fahrräder sind zu bezahlen = €7,-) gesichert durch Gurte, sind wir nach knapp einer Stunde zurück in Olang. Wieder auf dem Rad, fahren wir die letzten 2 km bis zum Campingplatz.

 

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1.Tag Fuhrmannstage

 

Noriker- wie Haflingerpferde werden in Südtirol seit Jahren vor allem von Nebenerwerbsbauern und Pferdefreunden gehalten, ausgebildet und gezüchtet. Durch den Noriker-Pferdeverein Pustatal wurden die Fuhrmannstage zu einer bedeutenden Pferdeveranstaltung. Über drei Tage geht diese Fest in Niederrasen im Antholzertal. Knapp 300 Meter von unserem Campingplatz liegt die Festwiese. Also geht es per pedes hinüber. Zwei Parcoure für einen Parallelbewerb sind aufgebaut. Einmal müssen mit einem Pferd zwei Baumstämme zielgerichtet durch Tore, über eine Holzbrücke, durch einen Winkel und Bäumen hindurch. Spannend war das zielgerichtete ziehen ablegen der Baumstämme über andere Baumstämme. Nach dem Parcour, wurde das jeweilige Pferd vor einen Wagen gespannt und es ging unter Zeitdruck durch einen Hütchenparcour. Nach dem ersten Bewerb gab es eine kurze Reitervorführung. Am Nachmittag waren dann beiden Parcours im Doppelspännerbewerb zu meistern.

2.Tag Fuhrmannstage

 

Nach dem Frühstück geht es heute noch einmal zum Pferdefest. Die Rösser, Kutschen und Wagen sind schon geschmückt. Die Blaskapellen haben Aufstellung genommen. Gut vierzig Gespanne unterschiedlichster Art und vier Musikvereinsgruppen ziehen beim großen Noriker- und Haflinger-Festumzug, begleitet von Trachtengruppen und Schauwagen, von der Festwiese durch den Ort. Nach dem Umzug ist das Festzelt total gefüllt. Zum Essen spielt die Ortkappelle Niederrasen auf.

Gestärkt geht es wieder zur Wiese. Heute kommt es zum Kampf der Giganten. Die stärksten Pferde aus Südtirol, Österreich und der Schweiz sind beim Kraftziehen dabei. Begonnen wird, mit einem Pferd einen 500kg schweren Schlitten 50 Meter weit zu ziehen. Jene, welche es geschafft haben, dürfen zur nächsten Runde antreten. Jetzt kommt ein 450kg schwerer Strohballen auf den Schlitten. Danach wird noch ein 450kg schwerer Ballen auf den Schlitten gelegt. Nur noch fünf Pferde schaffen diesen 1.400kg schweren Schlitten über 50 Meter zu ziehen. Für die letzte Runde sind dann insgesamt 1.850kg über den Boden zu ziehen. Die 50 Meter schafft im Finale kein einzelnes Pferd mehr, aber für drei Fuhrmänner ist mit ihren imposanten Tieren zumindest einige Meter möglich. Die Wettbewerbe werden zwischendurch immer wieder mit Showeinlagen aufgelockert.

Drei Zinnen

Heute steigen wir in die Wanderschuhe. Wir fahren über Toblach Richtung Drei Zinnen. Es geht am Toblachsee vorbei und wir kommen zum Dürrsee. Hier haben wir den ersten Blick auf die Drei Zinnen.

Kurz vor dem Misurina See geht es links weg. Wir kommen am Lago d`Antorno vorbei und machen hier kurz halt. Wenige hundert Meter weiter kommen wir zur Mautstelle. Die letzten 6km hoch zum Parkplatz, sind kostenpflichtig (Parkplatzgebühr). An der Mautstelle warten wir knapp eine Stunde (Parkplatz oben voll; wenn ein Auto runter kommt, kann das nächste hochfahren). 30 Euronen sind für einen PKW fällig. Endlich oben, ergattern wir einen guten Parkplatz. Zu Fuß geht es zu den Drei Zinnen hoch. Herrliches Bergpanorama begleitet uns auf Schritt und Tritt.

Nach zweieinhalb Stunden sind wir wieder zurück beim Auto. Es geht runter und schauen noch kurz beim Misurina See vorbei. Danach fahren wir zurück nach Rasen. Dazwischen halten wir noch beim Kriegerfriedhof Nasswand mit seinen Opfern von 1915 – 1918 (Cimitero di Guerra).

Übers Grödner Joch

 

Morgens stark bewölkt, wollen wir heute eine Autotour unternehmen. Über Bruneck geht es in das Gadertal. Den Namen hat das Tal vom gleichnamigen Fluss Gader. Dieses durchzieht die nördlichen Dolomiten und mündet bei St. Lorenzen ins Pustertal, wo die Gader in die Rienz fleißt. Die Gadertalstraße wurde 1885 gebaut und im Oktober 1892 eingeweiht. Während des ersten Weltkrieges fand der weitere Ausbau durch russische Kriegsgefangene statt. Interessant der Straßenverlauf. Denn nach der damaligen Technik wurden die Brücken über die Gader kurz gehalten. Daher sind die Zu- und Ausfahrten der Brücken oft fast in rechtwinkelige Kurven. Zwischenzeitlich ist die Gadertalstraße mit vielen Tunneln und Galerien ausgebaut. Im hinteren Talabschnitt befindet sich das bekannte Schigebiet Alta Badia. Wir fahren an mondänen Hotels und unzähligen Ferienwohnungen vorbei. In Corvara biegen wir rechts weg zum Grödner Joch. Es geht an der serpentinenträchtigen Straße hoch zur Passhöhe mit 2121m. Ein Eldorado für Motorrad- und Vespafahrer. Aber auch viele Radfahrer wagen die Herausforderung.

Das Sella Joch links liegen lassend, fahren wir nach Wolkenstein weiter. Zusammen mit St. Ulrich und St. Christina gehört die Gemeinde Wolkenstein mit seinen 2621 Einwohnern zu den drei Gemeinden des Tals, in denen neben Deutsch und Italienisch auch Ladinisch als Amtssprache hat. Wir fahren über St. Peter und kommen nach Klausen. Schon von Weitem ist das imposant am Fels gebaute Kloster Säben zu sehen. Der Heilige Berg bzw. der Säbener Berg mit seinem Kloster, gilt als einer der ältesten Wallfahrtsorte Tirols. Links davon steht die Liebfrauenkirche. Ein römisch-katholischer Sakralbau, welcher 1652 in sechsjähriger Bauzeit mit einem barockem Oktogon (Achteck) überbaut wurde.

Für einen Besuch des Klosters und der Kirche reicht es zeitlich leider nicht. Wir fahren weiter und biegen rechts weg in das Villnösser Tal. Nördlich haben wir einen herrlichen Blick auf die Peitlerkofergruppe und südlich ragt die Geislergruppe in die Höhe. Der Taleingang ist schluchtartig eng und fordert auf der schmalen Straße Konzentration. Im weiteren Verlauf, dehnt sich das Tal zu einem weiten Hochtal aus. Villnöß ist auch die Heimat von Reinhold Messner, welcher in St. Peter seine Kindheit verbrachte. Wir durchfahren das 24 km lange Tal. In Ranui entdecken wir die kleine Kapelle St. Johann mit dem darüber liegend markanten Felskamm der Geislerspitzen. Hier wurde Reinhold Messner geboren und machte die Geislerspitzen zu seinem Basistrainingslager. Weiter geht es hoch auf 2004m zum Würz Joch. Hier halten wir und kehren in den Almgasthof ein. Auch die deutschen Vespafahrer, welche wir bereits am Grödner Joch sahen, gönnen am Würz Joch ihren Zweitakter eine kleine Pause.

Auf einem einspurigen Asphaltband geht es dann über 22 km bis nach Rina. Hier stoßen wir wieder auf die 244er des Gadertals. Entspannt geht es wieder über Bruneck zurück zum Campingplatz.

Heimreise: Samstag, 28.09.2019

 

Drei herrliche Wochen in Südtirol sind vorbei. Am Vortag genießen wir noch einen sonnigen Tag am Campingplatz, packen langsam zusammen und bezahlen am Nachmittag die Campinggebühr. Daher frühstücken wir am Samstag noch gemütlich. Anschließend kommt der Wohnwagen an den Haken und um 08.30 Uhr ist Abfahrt. Wir kommen gut voran. Bald überfahren wir die österreichische Grenze. Durch Kärnten und die Steiermark geht es flott durch. Auch die Süd-Ost-Tangente durch Wien ist sehr verkehrsarm, so dass wir nach insgesamt einem Tankstopp und einer Essenspause, kurz vor 17.00 Uhr wohlbehalten zu Hause einbiegen.

TIPPS

 

Camping Residence Chalet Corones

Gepaiden 13, 39030 Rasen - Antholz (BZ)

Tel.: +39 0474 496490

Email: info@corones.com

Der ganzjährig geöffnete Platz in Rasen liegt am Eingang des Antholzer Tales und somit ideal am Pustatalradweg. Wanderwege, Mountainbike- und Radwege kannst du vom Platz weg nutzen. Die rund 150 Stellplätze sind alle mit Strom (16A) und TV-Anschluss, bzw. großteils mit Wasser- und Abwasseranschluss ausgestattet. Ein beheiztes Freibad steht tagsüber zur Verfügung. Die Sanitärgebäude sind sauber und bieten kostenlos heißes Wasser. Viele Ausflugsziele sind ohne lange Anfahrtswege zu erreichen (auch in das Dolomitengebiet). Die Stellplätze für Wohnmobile und Wohnwägen sind gekiest (geeignete Erdnägel notwendig). An den Stellplätzen am hinteren Waldrand fließt die Rienz vorbei. Hier ist mit SAT-Antenne ein Empfang kaum möglich. Frühstücksgebäck kann von Montag bis Samstag ohne Vorbestellung ab 07.30 Uhr geholt werden. Das Restaurant am Platz hat am Montag geschlossen. Mittwochs gibt es auf Vorbestellung Grillhuhn. Der Campingplatz auf 1040m Seehöhe, mitten im Wald, zeichnet sich durch seine Ruhe (Tag und Nacht) aus und ist daher für Aktivurlauber und auch Erholungssuchende ideal. Mit dem kostenlosen Holidaypass Antholzertal kannst du viele Vorteile nutzen. Bahn und Bus in ganz Südtirol sind z.B. kostenlos nutzbar (Radmitnahme mit Aufzahlung).

 

Rasen (in das Zentrum ca. 1km vom CP)

Niederrasen liegt am Eingang des Antholzertales, inmitten von grünen Wiesen und umrahmt von der Rieserfernergruppe. Hier findest du einen kleinen Spar-Supermarkt mit Trafik und Zeitschriften, die Metzgerei Steiner (Hotel Adler) und die Raiffeisenkasse Rasen mit Bankomat. Wir haben sehr gute Pizzas in der Pizzeria Willi (900m vom CP) gegessen. Außerhalb des Campingplatzes, gleich nach der Brücke, findest du bei Bedarf eine Autowerkstatt und danach eine Apotheke. Nach dem Kreisverkehr Ortausfahrt Richtung Bruneck eine ENI Tankstelle.

 

Olang (3,4km vom CP)

Zwei kleinere Supermärkte (beim Supermarkt Conad an der Bahnhofstraße neben dem Sport 2000 kommt jeden Dienstag der Fischhändler), Bäckereien, Metzger Mair Ecke Bahnhofstraße/Florianiplatz, Bahnhof (2,6km vom CP), von der Ortsmitte bis zur Seilbahnstation Kronplatz 2,5 km.

 

Bruneck (11,4 km vom CP)

Bruneck ist nicht nur der Hauptort des Pustatales, sondern auch die fünftgrößte Stadt Südtirols und liegt an der Rienz auf 838 Metern Seehöhe. Hier kannst du durch die Stadtgasse mit seinen Zinnen-gekrönten und bunt bemalten Fassaden flanieren, an dekorativen Schaufenstern vorbeischlendern, oder eines der vielen kleinen Cafes und Lokale besuchen. Wie kann man auf einer Südtiroler Webseite so schön lesen, „Bruneck ist so vielseitig wie seine Besucher“.

 

Brixen (45 km vom CP)

Brixen hat eine bewegte Geschichte mit interessanten Begebenheiten und geschichtsträchtigen Orten. Der Dom zu Brixen ist das Wahrzeichen der Stadt und die Bischofskirche der römisch-katholischen Diözese Bozen-Brixen. Der ursprüngliche Bau des Doms geht auf das Jahr 980 zurück. Um 1200 fand nach Bränden die romanische Neugestaltung mit dreischiffigem Langhaus sowie zwei Fassadentürmen statt. Von 1745-1754 erfolgte ein barocker Neubau mit Fresken von Paul Troger und Gemälden seiner Schüler. Äußerst beeindruckend ist das ca. 200 m² große Deckengemälde „Anbetung des Lammes“ zu sehen. Der Hochaltar ist einer der bedeutendsten Barockaltäre Tirols. Der Dom ist in wertvollstem Marmor mit insgesamt 33 verschiedenen Arten ausgestattet. Der Domkreuzgang mit seinen Fresken aus der Zeit der Gotik, zählt ebenfalls zu den bedeutendsten Kunstdenkmälern Südtirols. Mit den angrenzenden Gebäuden, der Johanneskapelle und der Frauenkirche, stellt der Kreuzgang das Zentrum des Dombezirks dar.

 

Kloster Neustift

Das Kloster Neustift (auch Stift Neustift) ist ein Stift der Kongregation der österreichischen Augustiner-Chorherren in Neustift (Gemeinde Vahrn bei Brixen in Südtirol, Italien). Die Vorgeschichte der Gründung von Neustift beginnt im Jahr 1140. Erbaut wurde das Kloster 3 km nördlich von Brixen, unweit der Straße, die ins Pustertal führt, an einem damals noch unsicheren und rauen Ort, „in wilder Einsamkeit“ gelegen. Die Lage des Klosters am Nordende des Brixener Talkessels, „wo die Unwirtlichkeit des sich beliebig sein Bett schaffenden Eisackflusses alles andere als einladend schien“, am Schnittpunkt der wichtigen Nord-Süd-Verbindung über die Alpen und der Ost-West-Verkehrswege aus dem Pustertal, wurde nicht ohne Grund gewählt. Zum einen war das Stift weit genug von störenden Siedlungen entfernt, andererseits konnte an dieser Stelle die Hospitalitas Augustiniana, die Gastfreundschaft der Augustiner Chorherren, gut praktiziert werden. Neben dem Kloster wurde nämlich auch ein Hospital gegründet. Hier wurden Reisende, Pilger, Kranke und Arme betreut. Dieses wurde allerdings irgendwann zwischen 1463 und 1557 wieder aufgelassen. Das Kloster Neustift führt heute ein Schülerheim und eine Privatschule (Mittelschule: 6.–8. Klasse), eine Kellerei und ein Bildungshaus. Die Stiftskirche Unserer Lieben Frau geht auf einen 1190 errichteten romanischen Bau zurück. Turm und Langhaus stammen noch aus dieser Zeit. Im 15. Jahrhundert wurde der Chor angebaut. Dessen Dach, das mit farbig glasierten Dachziegeln gedeckt wurde, überragt das Dach des Langhauses deutlich und erreicht fast die Höhe des Turmes. Joseph Delai aus Bozen barockisierte 1734–38 das Innere der Kirche. Dabei ist es ihm gelungen, das romanische Langhaus und den gotischen Chor im Inneren zu einer harmonischen Einheit zu verschmelzen. An der Nordseite des Langhauses schließt sich die Marienkapelle an, die 1655 von J.B. und S. Delai errichtet wurde. Der Kreuzgang schließt im Süden an die Kirche an und wurde um 1200 errichtet. Im 14. Jahrhundert wurden das gotische Kreuzrippengewölbe eingezogen. Besonders sehenswert sind die spätgotischen Fresken von Michael Pacher. Das achteckige Brunnenhaus im Stiftshof vor der Bibliothek zeigt Bilder der sieben Weltwunder gemeinsam mit dem Kloster Neustift als achtes Weltwunder. Diese Bilder wurden 1670 von Nikolaus Schiel gemalt.

 

Franzensfeste (42 km vom CP)

Das Festungswerk ist aus massigen Granitquadern erbaut. Auf einer Größe von 65.000 m² zeigt sich im Inneren der Anlage ein gigantisches Labyrinth aus Räumen, Gängen und Treppen. Die Festung Franzensfeste wurde 1833-39 errichtet, nach Kaiser Franz I. von Österreich benannt und war damals das stärkste Festungswerk Europas. Doch diese Verteidigungsanlage hat nie echtes Kampfgeschehen erlebt und war bald technisch überholt. Seit 2005 ist die Festung Franzensfeste zugänglich und beheimatet dauerhafte Ausstellungen und Sonderausstellungen.

 

Erdpyramiden (14,5 km vom CP bis zum Parkplatz)

Die Erdpyramiden von Platten findest du in der Gemeinde Percha in der Nähe von Bruneck. Das Erosionsgebiet liegt auf einer Höhe von 1550 bis 1750 Metern. Nach großen Unwettern bildete sich ein großer Graben. Durch wiederholtes Abschwemmen und Auswaschen der Seitenhänge, blieben die lehmhaltigen Säulengebilde mit den darauf liegenden Steinen stehen. Diese Erdpyramiden verändern sich ständig. Besonders im Winter und Frühling bilden sich immer wieder neue Säulen. Die Pyramiden beeindrucken durch ihre unterschiedlich großen Gebilde und deren Wildheit.

 

Kronplatz (5,8 km vom CP bis zum Parkplatz Seilbahn Olang)

Der Kronplatz (auf ladinisch und italienisch Plan de Corones) ist ein 2275 Meter hoher Berg am Rande der Dolomiten. Er gilt als Hausberg von Bruneck und ist ein bekanntes Skigebiet. Kronplatz nennt sich nicht nur der Berg, sondern auch die Ferienregion rund um den Berg. Auf dem Gipfel grenzen die drei Gemeinden Bruneck, Olang, Bruneck und Enneberg aufeinander. Im Sommer, wenn kein Skibetrieb stattfindet, werden Besucher, Wanderer, Paraglider und Mountainbiker (inklusive einem Freeride Trail) mit den Seilbahnen sicher auf den Berg gebracht. Am 24.07.2015 wurde von Reinhold Messner das sechste seiner Museen, das MMM Corones, am Berg eröffnet. Die alte Bergstation, umgebaut zu einem Museum für Bergfotographie, das Lumen, wurde am 20.12. 2018 eröffnet. Wer sich für Extrembergsteigen, Fotographie, insbesondere Bergfotographie interessiert, sollte beide Museen jedenfalls besucht haben.

 

Drei Zinnen (43,5 km vom CP bis zum Parkplatz Auronzohütte)

Die Drei Zinnen in Südtirol sind das Wahrzeichen der Dolomitenregion. Sie befinden sich im gleichnamigen Naturpark und wurden 2009 von der UNESCO gemeinsam mit den anderen Dolomitengipfeln zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt. Die große Zinne misst 2.999 Meter, die westliche 2.973 und die kleine Zinne 2.857 Meter. Die Region ist als hervorragendes Wandergebiet ausgewiesen. Im Sommer ist die Mautstraße von Misurina zur Auronzohütte zwischen 07.00 und 19.00 Uhr kostenpflichtig zu befahren. Gegen Aufpreis ist auch eine Übernachtung auf dem Parkplatz (gilt auch für Camper) möglich.