Mit der 390er

zu Denkmäler im nordöstlichen Weinviertel

14.02.2026

Der Morgen ist mild und es hellt sogar auf. Laut Wettervorhersage soll die Temperatur im Weinviertel heute sogar auf bis zu 9°C steigen. Also rein in die Kombi und rauf auf meine neue KTM 390 Adventure.  Eigentlich habe ich vor einiges an Kilometern auf Asphalt abzuspulen damit ich bald das 1000er Service machen lassen kann und meine Kleine dann frei atmen darf. Allzu lange hält aber der Vorsatz nicht, denn die Versuchung, links und rechts weg auf Schotter auszuweichen ist einfach zu groß. Und so werden es nicht wie vorgehabt 300km, sondern nur 155 Kilometer. Jedenfalls spielt das Wetter mit. Die Temperaturen pendeln sich zwischen fünf und neun Grad Celsius ein. Auch die Sonne kommt einmal kurz hervor.  


Die erste Etappe führt mich nach Altlichtenwarth. Hier steuere ich den Hutsäulberg an. Auf diesem befindet sich eine Aussichtswarte und eine Gräberanlage. Noch während des 1. Weltkriegs bildete sich ein „Kriegerdenkmal-Komitee“ zur Finanzierung der Errichtung. Als Standort wurde der mittelalterliche Hausberg am Ortsrand gewählt. Mit seinen 274 Metern ist es der höchste Punkt des Ortes. Seinen Namen verdankt der im Mittelalter als Wachtberg genutzte Hutsaulberg. Die Bezeichnung bezieht sich vermutlich auf „Auf der Hut sein!“, denn beim Annähern von Feinden wurde eine Säule umgelegt, welche den Einwohnern anzeigte sich in Sicherheit zu bringen. Am 5. August 1923 wurde die Aussichtswarte mit seiner innenliegenden Kapelle eingeweiht. 1945 wurde diese beschädigt und infolge wieder saniert. Eingemauerte Granathülsen sind Zeugen der schweren Kampfhandlungen. Am Fuße des Kriegerdenkmals wurde ein Soldatenfriedhof für die, bei den Kampfhandlungen im April 1945 gefallenen, deutschen Soldaten angelegt. Von der Warte bietet sich ein weiter Rundblick ins nordwestliche Weinviertel, Mähren und der Slowakei.

Nach einem kurzen Aufenthalt - ich kenne die Warte ja schon früheren Besuchen, geht es weiter nach Falkenstein. Hier fahre ich hoch zur Burgruine. Die Geschichte der Burg Falkenstein ist so alt wie die Besiedelung des Weinviertels selbst. Sie liegt im nördlichen Weinviertel in der Marktgemeinde Falkenstein und steht unter Denkmalschutz. Die Burg wurde auf einer Klippe der Waschbergzone nordwestlich des Ortes unter Kaiser Heinrich III., in der Mitte des 11. Jahrhunderts, erbaut. Als Grenzfestung gegen Norden hatte sie einst das Land vor Übergriffen aus Böhmen und Ungarn geschützt. Jetzt im Februar liegt sie im Winterschlaf. Ich fahre weiter, vorbei am Höllenstein und einem kleinen Steinbruch. An Weingärten vorbei erreiche ich dann wieder Asphalt. Die L3056 bringt mich nach Kleinschweinbarth.

Ich erreiche Kleinschweinbarth und fahre den schmalen Doktor Karl Bacher-Weg zur Gedenkstätte der Pohrlitzer. Der 337 m hohe Schweinbarther Berg, heute als “Kreuzberg” bezeichnet, war früher ein bis auf ein paar kleine Steinbrüche eher bedeutungsloser Berg. Ende 1962 wurde begonnen, das Südmährerkreuz und einige Kriegsdenkmäler für die 1945 aus ihrer Heimat vertriebenen Südmährer, zu errichten. Von hier hast du auch einen schönen Blick auf die Stadt Mikulov und den Heiligen Berg. Ich fahre wieder ein Stück zurück und biege auf einen Feldweg ein. Dieser bringt mich zu einem kleinen Steinbruch. Von oben ragt das Südmährerkreuz jetzt von der gegenüberliegenden hoch. Hier findest du die 1989 errichtete Gedenkstätte für die Heimatvertriebenen aus Untertannowitz.  

Danach geht es wieder über den Doktor Karl Bacher-Weg zurück zum schmalen Güterweg. Hier halte ich mich jetzt links und ein kleines Stück weiter, biege ich rechts weg auf einen Feldweg. Dieser verläuft bis zu A5. Weiter es geht unter der Autobahn durch und ich erreiche Drasenhofen. Ich fahre weiter auf der B7 nach Poysdorf bis nach Wetzelsdorf. Dann biege ich rechts weg nach Eibesthal. Doch bevor ich den Ort erreiche, geht es gerade linkshaltend zu den Windrädern hoch. Am Kamm über den Ort Eibesthal komme ich zum Wilfersdorfer Wasserweg und dieser bringt mich nach Wilfersdorf hinunter.

 

Jetzt geht es flott nach Lanzendorf-Mistelbach. Hier tanke ich mein Moped auf und weiter geht es nach Spannberg. Hier fahre ich über den Hofstadl zum Windräderpark hoch und genieße mit meiner kleinen KTM nochmal Schotterfreuden. Danach fahre ich wieder zurück nach Spannberg und von hier auf der L18 geht es Richtung Matzen. Doch schon bald biege ich wieder rechts weg und an der NUA Abfallwirtschaft vorbei, komme ich – Hohenruppersdorf links liegen lassen – nach Niedersulz. Ein kurzer Abstecher zum Dorfmuseum hoch und dann durch den Ort. Von hier biege ich dann links weg nach Nexing. Im Ort wieder links und ich fahre an den Fischerteichen vorbei. Ich fahre weiter bis zum Künstlerkreuzweg hoch und komme so nach Schrick. Von geht es jetzt direttissimo nach Hause zurück. 

 

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Tour:

Lanzendorf – Wilfersdorf – Bullendorf – Großkrut – Altlichtenwarth - Katzelsdorf - Schrattenberg – Poysbrunn – Falkenstein – Kleinschweinbarth – Drasenhofen – Poysdorf – Wetzelsdorf – oberhalb von Eibesthal am Windradpark – Wilfersdorf – Mistelbach - Lanzendorf – Schrick – Niedersulz – Spannberg zum Windradpark – Richtung Hohenruppersdorf über die NUA Abfallwirtschaft – über Niedersulzer Dorfmuseum – Niedersulz – Nexing – über Nexinger Fischteiche nach Schrick - Lanzendorf